IT-Systeme Redundante Systeme sichern die hohe Verfügbarkeit der IT-Infrastruktur in einem Hochregallager

Redakteur: Anke Geipel-Kern

Hochverfügbarkeit ist das Zauberwort bei IT-Systemen in der Pharmaindustrie – besonders wenn ein vollautomatisches Hochregallager gesteuert werden soll. Hermes Arzneimittel hat deshalb eine neue IT-Infrastruktur mit einer abgestimmten Software implementiert.

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Bei Hermes sind zwei AIX-Server zu einem Cluster verbunden: Die Betriebssysteme sind auf den internen Festplatten installiert.
Bei Hermes sind zwei AIX-Server zu einem Cluster verbunden: Die Betriebssysteme sind auf den internen Festplatten installiert.
( Archiv: Vogel Business Media )

Viele Geschäftsabläufe von Pharmaunternehmen kommen ohne eine optimal abgestimmte IT-Infrastruktur kaum noch aus. Die IT-Hard- und Software übernimmt unter anderem viele automatisierte Aufgaben, die, wenn sie einmal implementiert wurden, kaum noch durch manuelle Prozesse zu ersetzen sind.

Das ist auch bei Hermes Arzneimittel nicht anders. Das Arzneimittelunternehmen arbeitet in seiner Produktionsstätte Wolfratshausen mit einem vollautomatischen Hochregallager, das von einer perfekt funktionierenden IT abhängig ist. Was geschieht, wenn hier die IT-Infrastruktur ausfällt und dadurch das gesamte System ins Stocken gerät, ist leicht vorstelbar. Schließlich verlassen jährlich rund 850 Millionen Arzneimittelbrausetabletten die Produktion in Wolfratshausen. Hier sind Hochverfügbarkeitslösungen der Weg zu unterbrechungsfreien IT-Prozessen.

Rupert Bierbichler, Systemadministrator bei Hermes Arzneimittel, betreut neben der gesamten IT auch das automatische Hochregallagersystem in Wolfratshausen, und er weiß die Vorzüge eines hochverfügbaren Systems zu schätzen: „Wenn bei uns der gesamte Lagerbetrieb aufgrund eines IT-Fehlers ins Wanken geraten würde und wir auf kein Notfallsystem zugreifen könnten, wäre das ein unabsehbarer finanzieller Verlust für Hermes.“

Deshalb hat der Arzneimittelhersteller in eine neue Hardware und eine darauf abgestimmte Software von K&P Computer investiert, welche die Performance und die nötige Verfügbarkeit sichern sollen. Bei einem Systemausfall sei das Tool nämlich mit geringem administrativen Aufwand zu handhaben, hebt der Entwickler hervor.

Gute Erfahrungen

K&P ist ein auf IBM spezialisiertes Systemhaus, das KPCrac entwickelt hat, eine lizenzfreie Softwarelösung für Anforderungen im Unix- und Linux-Bereich. „Aufgrund der guten Erfahrungen mit den bereits vorher eingesetzten IBM AIX-Systemen haben wir uns wieder für AIX-Maschinen der neuesten Generation entschieden“, berichtet Bierbichler. Aus Sicherheitsgründen sind die zwei neuen AIX-Systeme mit den dazugehörigen SAN-Systemen gespiegelt und räumlich voneinander getrennt. Beide AIX-Rechner müssen unbedingt ausfallsicher sein, deshalb wurden diese dann auch mit der neuen Software ausgerüstet. „Wir müssen einen reibungslosen Ablauf der Kommissionierung und des gesamten Lagerbetriebs garantieren“, betont der Systemadministrator.

Redundanz schafft Sicherheit

Um einem Ausfall begegnen zu können, haben die K&P-Spezialisten im Vorfeld für Hermes eine optimale Softwarelösung für die IT-Infrastrukur konzipiert. Zwei AIX-Server wurden zu einem Cluster verbunden: die Betriebssysteme sind ausschließlich auf den internen Festplatten dieser Systeme installiert, die Bewegungsdaten hingegen finden ihren Platz auf externen Festplattensystemen. Um Sicherheit zu erzielen, sind zwei SAN-Storage-Einheiten installiert.

Sollte der produktive der zwei AIX-Server ausfallen, kann Bierbichler mit KPCrac den allgemeinen Betrieb aufrecht erhalten, indem er nach der Meldung das intakte Backup-System mithilfe des Tools zeitnah startet. Die auf den externen Festplatten befindlichen Applikationen sowie die beweglichen Daten werden in kurzer Zeit von dem Backup-Server übernommen.

„Das Softwaretool ist einfach in der Handhabung und bietet eine hohe Transparenz“, betont Bierbichler und verweist auf da seiner Meinung nach günstige Preis-Leistungs-Verhältnis. Hinzu kommt: Die IT-Experten von K&P haben bei den Systemausfalltests überstützt und übernehmen auch Remoteüberwachungen.

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