Ernst-Hellmut-Vits-Preis Prof. Dr. François Diederich für seine Forschung in der Chemie geehrt

Redakteur: Manja Wühr

Er hat viele Forschungsgebiete der Chemie maßgeblich geprägt. Nun erhält Prof. Dr. François Diederich dafür den mit 20 000 Euro dotierten Ernst-Hellmut-Vits-Preis der Universitätsgesellschaft Münster.

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Dr. François Diederich (l.) nahm den Ernst-Hellmut-Vits-Preis von dem Vorsitzenden der Universitätsgesellschaft, Dr. Paul-Josef Patt (r.) entgegen.
Dr. François Diederich (l.) nahm den Ernst-Hellmut-Vits-Preis von dem Vorsitzenden der Universitätsgesellschaft, Dr. Paul-Josef Patt (r.) entgegen.
(Bild: WWU/Peter Grewer)

Münster — An fast 700 wissenschaftlichen Veröffentlichungen ist er als Autor beteiligt, und er gehört zu den meistzitierten Forschern weltweit: Dr. François Diederich, Professor für Organische Chemie an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich, gilt als einer der herausragendsten europäischen Wissenschaftler und genießt auf verschiedenen Gebieten der Chemie internationales Ansehen. Am Mittwoch (12. November) hat er für seine wegweisende Forschung bei einem Festakt im münsterschen Schloss den mit 20 000 Euro dotierten Ernst-Hellmut-Vits-Preis der Universitätsgesellschaft Münster erhalten. Der 62-Jährige nahm die Auszeichnung von dem Vorsitzenden der Universitätsgesellschaft, Dr. Paul-Josef Patt, und Prorektor Prof. Dr. Jörg Becker entgegen.

Wegweisende Arbeiten

In seiner Laudatio sagte Prof. Dr. Armido Studer, Arbeitsgruppenleiter am Organisch-Chemischen Institut der Universität Münster: „Ich kenne Herrn Diederich persönlich seit gut 20 Jahren und verfolge seine wissenschaftlichen Leistungen seit der ersten Begegnung mit größter Bewunderung und mit Staunen.“

Er ließ einige der wegweisenden Arbeiten François Diederichs Revue passieren. Beispielsweise gelang es diesem Ende der 1970er-Jahre als Erstem, das sogenannte Kekulen zu synthetisieren, eine komplexe ringförmige chemische Verbindung. Das noch junge Forschungsgebiet der supramolekularen Chemie wurde von François Diederich maßgeblich mit geprägt, und auf dem Gebiet der Fullerene, die in den Materialwissenschaften von großer Bedeutung sind, gilt er ebenfalls als Pionier.

„Er hat zum gegenwärtigen Verständnis von schwachen Wechselwirkungen in chemischen Systemen maßgeblich beigetragen“, nannte Armido Studer ein weiteres Beispiel. Das Studium schwacher Wechselwirkungen sei – wie auch andere Steckenpferde François Diederichs — von zentraler Bedeutung für mehrere Forschungsgruppen und -verbünde in Münster.

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