Allgemeine Lufttechnik Produktionsvolumen der Lufttechnik auf 12,9 Milliarden Euro gestiegen

Redakteur: Wolfgang Ernhofer

Trotz leicht rückläufiger Produktionserwartungen für 2013 äußern sich die Unternehmen auf der Mitgliederversammlung des VDMA Fachverbands Allgemeine Lufttechnik (FV ALT) zuversichtlich. Dr. Hugo Blaum wurde zum neuen Vorsitzenden des VDMA-Fachverbandes Allgemeine Lufttechnik gewählt.

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Allgemeine Lufttechnik: Produktionsanteile nach Erzeugnisgruppen 2012.
Allgemeine Lufttechnik: Produktionsanteile nach Erzeugnisgruppen 2012.
(Quellen: Statistisches Bundesamt, VDMA)

Frankfurt am Main – Trotz eines schwierigen weltwirtschaftlichen Umfelds konnte die Produktion der Allgemeinen Lufttechnik 2012 um fünf Prozent auf 12,9 Milliarden Euro gesteigert werden.

Die Unternehmen auf der Mitgliederversammlung in Berlin hegten zwar insgesamt einen Grundoptimismus für eine stabile weitere Entwicklung der Branche im Jahr 2013. „Wenn die Gewerke übergreifende Zusammenarbeit in der Gebäudetechnik weiter forciert werden kann, bietet dies mittelfristig große Geschäftschancen auf dem deutschen Markt“, sagte Dr. Hugo Blaum, Segment President Refrigeration Technologies der GEA Group. Doch für das laufende Jahr 2013 belässt der Fachverband seine Herbst-Prognose unverändert und rechnet mit einem geringen Minus von zwei Prozent (Prognose vom 26.04.2013). „Wir haben zum jetzigen Zeitpunkt unseren Umsatz für 2013 aufgrund kurzer Durchlaufzeiten noch nicht drin“, räumte Michael Nagl, geschäftsführender Gesellschafter der Berliner Luft Technik ein.

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Export und Energieeffizienz stützen die Branchenentwicklung

Die Finanz- und Staatsschuldenkrise stellt weiterhin ein erhebliches Konjunkturrisiko auch für die Allgemeine Lufttechnik als Querschnittstechnologie dar. Dies zeigt sich auch im Auftragseingang – einem wichtigen Indikator für die weitere Entwicklung – der im Jahr 2012 um acht Prozent sank und auch im ersten Quartal 2013 rückläufig war. Insbesondere erhielt die Branche weniger Aufträge im Inland. Im Ausland ist dagegen noch ein leichter Orderzuwachs zu verbuchen.

Wesentliche Impulse lieferte 2012 das gute Exportgeschäft, das um zwei Prozent auf den Rekordwert von 8,5 Milliarden Euro zulegte. Jedoch drehte die Entwicklung bei den Ausfuhren im vierten Quartal 2012 ins Minus. Unverändert positiv entwickelten sich die Ausfuhren nach China, als wichtigsten Exportmarkt, aber auch das Geschäft mit Russland und den USA konnte weiter ausgebaut werden.

Die Hälfte der deutschen Exporte gehen in die Länder der EU. „Wir rechnen damit, dass die Ausfuhren 2013 nur noch in Übersee teilweise Zuwächse verzeichnen können, bei einer schwächeren Nachfrage aus der EU“, sagt Guntram Preuß, VDMA-Konjunkturexperte des FV ALT.

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