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Dauerthema: Schnittstellen
Die Probleme, die dabei auftauchen, sind der Prozesswelt nicht fremd. Ganz oben auf der Liste der täglichen Störfeuer stehen die Schnittstellen zu anderen Systemen, die zu viele manuelle Datentransfers nach sich ziehen. Ganz konkret benennt ein Anwender den Aufwand für die Erstellung und Pflege von Artikeldaten und Makros als viel zu hoch. Häufig entstehen Dopplungen mit unterschiedlichen Werten durch verschiedene Systeme und neue Geräte der Hersteller mit gleicher Bezeichnung, aber unterschiedlichen Paramtern und Leistungen. Auch der hohe Zeitaufwand für die Pflege der Systeme wird kritisiert.
Anscheinend ist auch die Performance der Systeme nicht immer gewährleistet. So berichten Anwender, dass es insbesondere beim Arbeiten mit hohem Änderungsanteil zu Verzögerungen kommt. Wichtige Stichworte sind hier der jeweilige Revisionsstand sowie die Echtzeitproblematik. Generell scheint die Komplexität der System als sehr hoch, wobei einzelne Teilnehmer die Hilfefunktionen als nicht unbedingt hilfreich bezeichneten.
Komplexe Herausforderungen
Der Leidensdruck der Anwender scheint inzwischen hoch genug, um ein integriertes System zu fordern. Mehr als drei Viertel der Umfrage-Teilnehmer sprechen sich dafür aus, vor allem vor dem Hintergrund des internationalen Wettbewerbs. Nur weniger als 10 % halten dieses Thema für unwichtig. Diejenigen, die derzeit andere Themen in den Fokus stellen, möchten lieber, dass zunächst die aktuellen Hausaufgaben erledigt werden, sprich zunächst sollen das Zusammenspiel und die Migration bei derzeitigen Systemen funktionieren.
Einig sind sich die Teilnehmer darin, dass die Liste der Herausforderungen bei der Einführung eines integrierten Engineering-Systems lang ist. Auch hier werden die Datenübernahmen von Lieferanten und Dienstleistern als die größte Schwierigkeit gesehen, gefolgt von der Systempflege und der Unterschiedlichkeit der Gewerke. Ein Anwender-Kommentar konkretisiert ein weiteres Problem: Demnach gäbe es bei Fast-Track-Planungen immer wieder kollidierende Termine, insbesondere, wenn das Engineering in voneinander abhängigen Teilgewerken überlappt.
Bei der Frage, wer sich eigentlich gegen ein solches System stellt, waren sich die Befragten einig: Bei rund einem Drittel sind die „Bremser“ in den internen Abteilungen der Anlagenbetreiber zu suchen. Erst danach folgen Engineering-Contractoren, sowie Geräte-, Software- und Leitsystemhersteller. Tröstlich ist, dass es für mehr als 20 % der Befragten keine Hindernisse zu geben scheint.
Wie sieht die beste Lösung für Integriertes Engineering aus? Das erfahren Sie auf der nächsten Seite.
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