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Hohe Zuverlässigkeit
Michael Brocks von FL Smidth Hamburg stellte die Problematiken und Lösungen beim Transport von Flugasche vor. In kohlegefeuerten Kraftwerken wird Flugasche bei der Rauchgasreinigung in Elektrofiltern abgeschieden. In Westeuropa wird diese Flugasche üblicherweise in der Baustoffindustrie als Zuschlagstoff verwandt. Diese Flugasche muss zu den Silos transportiert und von dort in die Silofahrzeuge verladen werden, dies geschieht vorwiegend mit pneumatischen Systemen.
„Generell stellen die Kraftwerksbetreiber Anforderungen an die Verfügbarkeit, sie muss höher als 99 Prozent sein“, verweist Brocks auf die besondere Problematik. Oder anders ausgedrückt - die wichtigste Regel heißt: Die pneumatische Förderung darf nicht ausfallen! Sein Unternehmen bietet hierfür unter anderem pneumatische Fördersysteme, Silos und hydraulische Fördertechnik an. Eine Besonderheit ist das patentierte Turbuflow-Transport-System, mit dem sehr viel Schüttgut mit wenig Luft sehr langsam gefördert wird. Die Förderleitung enthält eine innenliegende Sekundärleitung mit speziell ausgebildeten Ein- und Austrittsöffnungen sowie eine integrierte Stauscheibe.
„Dadurch wird die lokale Turbulenz gefördert, so dass eine verstopfungsfreie Dichtstromförderung möglich ist“, erklärte Brocks. Die niedrige Geschwindigkeit zeigt unter anderem Vorteile beim Verschleiß.
Sauberer Anschluss
Klaus Schneider vom Ingenieurbüro Schneider verwies in seinem Vortrag auf die Bedeutung des Anschlusses vom LKW zu den Silos. Es gibt eine Vielzahl von solchen Anlagen, von denen aber viele Probleme bereiten.
„50 Prozent funktionieren einwandfrei, bei 30 Prozent wird über vermehrte Schwierigkeiten geklagt und 20 Prozent sind überhaupt nicht zufrieden“, so das ernüchternde Fazit von Schneider, der die Gründe meist in der Planung sieht. So müssen die Leitungsgröße und die Kompressorleistung genau auf den Verbrauch abgestimmt sein. Aber auch Produkteigenschaften, Ex-Schutz, Hygieneanforderungen spielen eine Rolle. Zu den häufigsten Problemen gehört die zu lange Entladezeit.
Eine weitere Herausforderung liegt in der verstopften Leitung und dass das Fahrzeug nicht richtig entleert wird. Teilweise ist der Leitungsdurchmesser zu klein und der Filter-/Endschwall zu hoch (Druck). Die Bedeutung einer geregelten Luftabfuhr ist daher aus seiner Erfahrung besonders hoch. Dies ist besonders wichtig bei volumenmäßig kleinen Silos und sogenannten „Offline“-abgereinigten Aufsatzfiltern. Diese werden während des Beladevorgangs normalerweise nicht abgereinigt und der Differenzdruck über dem Filter steigt bis zum Beladeende an. Dies führte zu Problemen mit dem Druck in den Silos. Mit der richtigen Auslegung sind diese Herausforderungen allerdings zu meistern.
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