Schüttguttransport

Pneumatische Schüttgut-Fördersysteme trotzen hohen Energiekosten

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Anspruchsvoll sind auch Produkte, die abrasiv sind. Bei Coperion Waeschle haben sich beim Verschleißschutz neue Werkstoffpaarungen, u.a. Keramik und Wolframkarbid, in der Praxis bewährt. Einen weiteren Ratschlag für den Transport mit geringem Abrieb, gibt Jürgen Dix, Application Manager/Kunststoffindustrie bei Gardner Denver: „Beim Transport von abrasiven Materialien ist darauf zu achten, dass der Verschleiß der Förderstrecken minimiert wird. Wesentliche Einflussgröße ist hier die Strömungsgeschwindigkeit.“ Diese kann mit dem Einsatz von frequenzgeregelten Vakuumpumpen optimal auf das zu fördernde Transportgut abgestimmt werden. „Damit wird sowohl der Verschleiß des Förderguts als auch der Förderstrecke minimiert. Dies reduziert die Servicekosten für die Reinigung und Instandhaltung“, erklärt Dix.

Nah am Kunden

Aber nicht nur die Integration von Anlagenkomponenten bei immer größerer Leistungen, die immer näher an der Grenze der technischen Möglichkeiten und der existierenden Komponenten rücken, schaffen neue Herausforderungen. „Dazu kommen kapazitätsbedingte Engpässe in der Zulieferbranche und in der Verfügbarkeit von gut ausgebildeten Ingenieuren und die Erwartungen der Kunden, nicht nur Anlagen zu planen und zu liefern, sondern auch vor Ort im Rahmen von Turn-Key-Projekten zu montieren“, ergänzt Dr.-Ing. Harald Wilms, Leiter Unternehmensentwicklung bei Zeppelin, Friedrichshafen. Zeppelin löst dies mit zahlreichen Standorten, die diese Märkte kundennah bedienen. Dadurch kann das Unternehmen auf ein breites Spektrum von teils auch lokalen Zulieferern und Dienstleistern zurückgreifen. Jüngstes Beispiel ist das Joint Venture in Saudi-Arabien, das die Wachstumsregion des Mittleren Ostens abdeckt.

„Weiter arbeiten wir kontinuierlich und intensiv an der Optimierung unserer Prozesse, an der Weiterqualifizierung unserer Mitarbeiter und dem aktiven Austausch von Mitarbeitern in unserem internationalen Netzwerk“, erklärt Wilms die entscheidende Rolle der Mitarbeiter. „Dies sehen auch unsere Mitarbeiter als eine attraktive Chance. Die Prozess-Optimierung führt zu einer ständigen Steigerung unserer Effizienz. Wir setzen dabei verstärkt auf interne Arbeitsgruppen und den Einsatz von Six-Sigma-Analysen. Anders hätten wir unser Wachstum der letzten Jahre, das ja auch das Wachstum der Branche spiegelt, gar nicht bewältigen können.“

Und das Wachstum liegt derzeit, nach Aussage von Wilms, in neuen Anlagen für die Petrochemie. Verlangsamt wird es auch hier vornehmlich durch begrenzte Kapazitäten bei den Ingenieur- und Montagefirmen. „Die Investitionswelle wird sich dabei einerseits immer mehr auf die rohstoffreichen Länder des Mittleren Ostens und der ehemaligen Sowjetunion konzentrieren und andererseits in den bevölkerungsreichen Gebieten Asiens und Südamerikas anhalten“, so die Einschätzung von Wilms. „Hinsichtlich anderer Branchen wächst, sozusagen im Schatten der Großanlagen für die Kunststoff-Erzeugung, der Markt für die Verarbeiter-Industrie. Auch hier werden die Anlagen immer größer, komplexer und entstehen vornehmlich in den globalen Wachstumsregionen.“

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