Schüttguttransport

Pneumatische Schüttgut-Fördersysteme trotzen hohen Energiekosten

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Staubfreie Übergänge

Aber auch bei geringeren Mengen müssen die Übergänge stimmen, etwa vom Vakuumförderer zum Gebinde, wie Thomas Ramme, Verkaufsleiter bei Volkmann in Soest berichtet. Vakuumförderer findet man zunehmend in Reinräumen der Pharmaindustrie. Hier werden nicht nur Pulver und Granulate, sondern auch fertige Tabletten, Kapseln, Dragees und Kleinteile transportiert. Aufgrund des Vakuums werden die Schüttgüter nicht nur im geschlossenen System, sondern besonders schonend und entmischungsarm befördert.

„Die Adaptierung der Zufuhr- und Beschickungssysteme an die zahllosen Anforderungen, welche sich aus dem zu fördernden Schüttgut, also dem Pulver, Granulat oder der fertigen Tablette und den besonderen Bedingungen der Peripherie ergeben, ist nach wie vor eine große Herausforderung“, erklärt Ramme. „Gleichzeitig muss der Vakuumförderer neben dem eigentlichen Transport von A nach B häufig Zusatzfunktionen übernehmen.“

Die enge Zusammenarbeit mit den Kunden ist daher auch bei kleineren Fördermengen entscheidend für ein erfolgreiches System, wobei Standards – wenn sie durchdacht sind – durchaus erlaubt sind. „Wenn neue Entwicklungen mit Feedback aus der Praxis gepaart werden und durch eine hohe Fertigungstiefe zeitnah für den Kunden umgesetzt werden können, lässt der Erfolg nicht auf sich warten“, ist Ramme überzeugt. Speziell für die Pharmaindustrie gilt, dass alle Arten von möglichen Andocksystemen in das Vakuumfördersystem integriert sein müssen. „Somit kann in Abhängigkeit der gültigen OEL-Level oder der gegebenenfalls nötigen WIP/CIP-Verfahren die jeweils am besten geeignete Anschlussmöglichkeit gefunden werden“, macht Ramme deutlich.

Hochreine und abrasive Produkte

Neben der Anlagenverfügbarkeit und Wirtschaftlichkeit zählt vor allem die Erhaltung der Produktqualität. Bei hochreinen optischen Medien und sehr langen Förderentfernungen gewinnt daher die hydraulische Förderung an Bedeutung, beispielsweise das Conticon-Verfahren von Coperion Waeschle. „Darüber hinaus verfügen wir über Zellenradschleusen und Weichen, die als erste und einzige weltweit von der europäischen Hygienegesellschaft EHEDG für die CIP-Reinigung zertifiziert sind“, ergänzt Hoppe.

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