Compounding-Prozessanlage

Neue Anlage setzt Maßstäbe bei der Herstellung hochgefüllter Kunststoff-Compounds

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Die austretende, hochviskose Schmelze wird direkt in der wassergefluteten Schneidkammer geschnitten. Die Kühlung des Wasser-Granulat-Gemischs findet dabei über ein Rohrsystem statt. Nachdem das Granulat den Kühlwasserkreislauf passiert hat, geht die Reise im Zentrifugaltrockner weiter. Eine Azo-Saugförderanlage transportiert das fertige Compound-Granulat zu den Big Bags in der Abfüllstation.

Zusammenspiel in der Leitwarte

Nur das exakte Zusammenspiel aller Komponenten ermöglicht die Herstellung hochwertiger Produkte. Deshalb kommt für die Regelung des Extrusionsprozesses und aller Nachfolgeaggregate die Macromate XX S7 professional von Leistritz zum Einsatz. Über eine Schnittstelle überträgt das System die Rezepturdaten an die Materialversorgung, die über ein Leitsystem von Azo Controls gesteuert und bedient wird. Durch die einfache Parametereingabe in der Macromate XX S7 reduzieren sich die Anfahrzeiten und damit die Produktionsabfälle. Außerdem hat der Bediener die gesamte Produktion jederzeit im Überblick.

Reinigung leicht gemacht

Ein wichtiger Aspekt beim Betrieb der Anlage ist die Reinigung des gesamten Systems, beginnend bei der Materialversorgung, über den Extrusionsprozess bis hin zur Big-Bag-Abfüllung. So öffnet sich z.B. der Mixomat-Innenraum über eine große Tür und ist somit frei zugänglich für eine gründliche Reinigung. Das gleiche gilt für die Dosiergeräte, die mit Ausziehvorrichtungen ausgestattet und somit leicht zugänglich sind.

Selbst bei der Produktion von kleinen Chargengrößen besteht die Möglichkeit, aufgrund der reinigungsfreundlichen Beschickungssysteme und den daraus resultierenden kurzen Umrüstzeiten, die gesamte Anlage sehr effektiv zu nutzen. Schnelle Reinigungszeiten sind auch bei gleichläufigen Doppelschnecken-Extrudern systemimmanent. Ein einfacher Spülprozess ist in den meisten Fällen ausreichend. Bei den Nachfolgeaggregaten haben die Entwickler ebenfalls auf einfache Reinigungsmöglichkeiten geachtet.

Testlabors zur Prozessauslegung

Labortests beweisen, dass die Erhöhung des Kreideanteils in der Rezeptur mechanische Eigenschaften wie Schlagzähigkeit, Formstabilität, Bedruckbarkeit, Geräuschdämmung und Wärmeleitfähigkeit wesentlich verbessert. Bei aller Expertise sind die möglichen Rezepturkombinationen trotzdem so vielfältig, dass Tests im Vorfeld einer Prozessauslegung unabdingbar sind. Deshalb stehen Kunden die Prozesslabors von Azo und Leistritz für Testzwecke unter Praxisbedingungen zur Verfügung. Dadurch können in enger Teamarbeit Verfahrens-, Prozess- und Steuerungstechniken optimal aufeinander abgestimmt werden.

* Der Autor ist Bereichsleiter Marketing/Dokumentation der Azo GmbH & Co. KG, Osterburken.Kontakt: Tel. +49-6291-920

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