Manufacturing Execution Systeme

Manufacturing Execution Systeme sind fester Bestandteil der IT-Architektur

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Wenn MES in kleineren und mittleren Betrieben eingesetzt werden, sollte jedoch eine modular strukturier- und lizenzierbare Software zum Einsatz kommen sowie eine klare Vorstellung und dokumentierte Definition der im Einzelfall erforderlichen Funktionen vorliegen, definiert Herbert Fittler, Technology Consultant bei Honeywell Process Solutions die Rahmenbedingungen für einen erfolgreichen Einsatz. Erst auf dieser Basis kann eine schlanke und effiziente Lösung zur Verbesserung der betrieblichen Abläufe und zur Bereitstellung analysierbarer Daten installiert werden. Neben dem angepassten kommerziellen Aspekt der Erstinstallation sind seiner Meinung nach auch die Transparenz für Handhabung und Pflege entscheidend.

Trotzdem ist die Einführung eines MES nicht immer einfach. Bereits die Mehrdeutigkeit des Begriffs führt zu offenen Fragen, genauso wie die Unsicherheit bei der Einschätzung des Aufwandes für die notwendige technologische Plattform und das bereitzustellende innerbetriebliche Know-how. „Da auf dieser Basis der Return-on-Investment nur annähernd abgeschätzt werden kann, fehlt es oft an der notwendigen Zustimmung der betrieblichen Entscheidungsträger“, ist Fittler überzeugt. „Ohne eine vom Management getragene und eindeutig kommunizierte MES-Einführung ist ein derartiges Projekt häufig zum Scheitern verurteilt.“

Ohne Entscheider läuft nichts

Einig sind sich die Hersteller, dass eine MES-Einführung nur dann erfolgreich sein kann, wenn sie in eine klare, unternehmensweite Strategie zur Steigerung der Produktivität und zur Einsparung von Kosten eingebettet ist. „Als strategische Entscheidung muss sie daher von der Unternehmensleitung in Zusammenarbeit mit den entsprechenden Bereichsleitern sorgsam geplant, budgetiert und umfassend unterstützt werden“, betont Erdal Kara, Vertriebsingenieur MES bei ABB Automation und warnt vor mangelnder Planung in der Anfangsphase.

„Bei der MES-Systemeinführung sollte sorgfältig geplant und vorgegangen werden. Der hierbei entstehende Aufwand sollte keinesfalls gescheut werden, da Fehler in dieser Phase zu deutlich höheren Kosten in späteren Phasen führen können.“ Typische Stolpersteine liegen weiter in der falschen Wahl des MES-Lieferanten, weil das ausgewählte MES nicht die richtigen Funktionalitäten enthält oder der Lieferant nicht den notwendigen Support leisten kann.

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