Manufacturing Execution Systeme

Manufacturing Execution Systeme sind fester Bestandteil der IT-Architektur

Seite: 2/3

Anbieter zum Thema

Des Weiteren lassen sich alle produktions- und unternehmensspezifischen Daten auf verschiedenen Ebenen visualisieren. Dies vereinfacht nach Dittmers Auffassung die Entscheidungsfindung erheblich: „Mit einem MES lässt sich jeder einzelne Prozessschrittes fortlaufend nachverfolgen und man kann in Echtzeit auf Vorkommnisse reagieren und diese korrigieren.“ Auch wenn es schwer fällt, die Vorteile eines MES genau zu beziffern, lässt sich nach Dittmers Erfahrung der Einsatz eines MES folgendermaßen quantifizieren:

  • 40 bis 65 Prozent höherer Produktionsdurchsatz durch minimierten Verwaltungsaufwand im Vergleich zur manuellen Datenerhebung;
  • 8 bis 18 Prozent höhere Produktivität durch OEE-Analysen;
  • 35 Prozent niedrigere Durchlaufzeiten;
  • 25 bis 60 Prozent geringere Rüst- und Reinigungszeiten;
  • 20 bis 30 Prozent Kosteneinsparung bei der Einhaltung von regulatorischen Bestimmungen.

Nicht selten lässt sich ein Return-on-Investment (ROI) in sechs bis neun Monaten erzielen, so Dittmer.

Skalierbare Produkte sind gefragt

Dabei profitieren nicht nur Großkonzerne von einem MES: „Aufgrund des Produktansatzes eignen sich MES ebenso für mittelständische Unternehmen“, erklärt Wölbeling, wobei modular und skalierbar aufgebaute Produkte mit einem hohen Standardisierungsgrad den Einstieg erleichtern. Die Basis bilden Geschäftsprozesse, die sich als „Best Practice“ etabliert haben und den regulatorischen Anforderungen gerecht werden.

„MES werden an die Kundenanforderungen mit Parametrierung und nicht durch Programmierung angepasst“, macht Wölbeling deutlich. Der Aufwand sinkt und damit die Kosten – das heißt die Investition in ein MES rentiert sich auch für mittelständische Unternehmen. „Es ist darüber hinaus möglich, mit flexiblen Startup Packages ein MES schrittweise zu implementieren.“

Artikelfiles und Artikellinks

(ID:303004)