Anbieter zum Thema
Entsprechend setzen Spezialisten wie die Ex-Schutz-Experten von R. Stahl voll auf LED: Die Waldenburger Firma bietet, neben traditionellen Beleuchtungslösungen, ein breites Portfolio an LED-Leuchten für den Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen – von Langfeldleuchten über Rohrleuchten, Handlampen oder kompletten Helideck-Systemen, wie sie auf Bohrinseln oder Schiffen verwendet werden.
„LED wird die traditionelle Beleuchtung früher oder später vollständig ablösen“, ist sich Kaufmann sicher. „Natürlich gibt es auch heute noch Leistungsbereiche, wie etwa zwischen 1000 und 2000 Watt, die sich nur schwer wirtschaftlich mit LEDs umsetzen lassen. Doch der Wandel ist nicht mehr aufzuhalten.“ Und das könnte schneller gehen als erwartet: Bis 2020 werden LEDs nach aktuellen Schätzungen bei mehr als der Hälfte aller Leuchtsysteme zum Einsatz kommen.

LEDs lassen niemanden im Dunkeln stehen
LEDs können dabei besonders bei kritischen Anwendungen in der Prozessindustrie punkten: Sie sind bei gleicher Leistung kleiner als herkömmliche Leuchten, kommen ohne bewegliche Teile aus, was sie besonders widerstandsfähig gegen Vibrationen macht, und sind in einem breiten Temperaturspektrum einsetzbar. Nach einem Stromausfall können LEDs außerdem unmittelbar wieder eingeschaltet werden, was zusätzliche Sicherheit schafft.
Außerdem lässt die LED niemanden im Dunkeln stehen: Im Gegensatz zu Glühlampen oder Halogenlampen versagt die Diode nicht plötzlich, sondern wird nur nach und nach schwächer. Entsprechend wird bei der Lebensdauer von LEDs auch nicht mit einem Totalausfall, sondern einer Abnahme des Lichtstroms auf 70 % des ursprünglichen Wertes gerechnet.
IECEx für nicht-elektrische Geräte
IECEx vs Atex: So gelingt die Ex-Schutz-Zertizierung nicht-elektrischer Geräte
Erst nachdenken, dann nachrüsten
Wer aber glaubt, dass es mit dem 1:1 Austausch von Halogenlampen oder Leuchtstoffröhren getan sei, sollte sich vorsehen: LEDs können, trotz scheinbar gleichen Kennzahlen, ein ganz anderes Leuchtverhalten haben als traditionelle Leuchtmittel. „Lichtverteilung aber auch Lichtstrom oder Lichtfarbe sind bei LEDs anders als bei herkömmlichen Beleuchtungslösungen“, so Kaufmann. „Deswegen sollten Sie auf jeden Fall eine Lichtberechnung machen, bevor Sie Leuchten austauschen.“
Einfach nur auf die Leistungsaufnahme einer Leuchte schauen, mag für die Badezimmerleuchte genügen – bei Anwendungen in der Industrie müssen jedoch Faktoren wie Lichtstärke (Lichtstrom pro Raumwinkel-Einheit in cd), Lichtstrom (in Lumen) und der Abstrahlwinkel betrachtet werden. Immerhin strahlen LEDs, anders als Glühlampen, nicht gleichmäßig nach allen Seiten, sondern nur in einem bestimmten Winkel. Wird dieser Faktor vernachlässigt, kann man trotz Lichtausbeuten von gut 150 Lumen pro Watt Leistungsaufnahme am Rande des Lichtkegels schnell im Dunkeln tappen, weiß Kaufmann.
Anlagenbeleuchtung planen leicht gemacht - Welche Tools und Expertentipps beim Ausleuchten der Produktion helfen steht auf Seite 3...
(ID:43533828)