Malaria

Kommt der Durchbruch in der Malariabekämpfung?

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Verlässliche Vorbeugung – zumindest für die Reichen

Eine Möglichkeit der Vorbeugung von Malaria bietet die Chemoprophylaxe. Sie besteht üblicherweise in der prophylaktischen Gabe der üblicherweise auch im Erkrankungsfall eingesetzten Medikamente. Bei geplanten Reisen in Risikogebiete beginnt der Einnahmezeitraum einige Tage vor Antritt und endet erst Wochen nach der Rückkehr. Reisenden wird außerdem empfohlen, eine Stand-by-Therapie mitzunehmen, die sie im Verdachtsfall einnehmen, um auch jenseits von ärztlicher Versorgung schnell eingreifen zu können. Von ärztlicher Seite sind für die Diagnostik Schnelltests verfügbar, die allerdings nicht vollkommen zuverlässige Ergebnisse liefern. Sicher ist nur der Nachweis des Erregers im Blut.

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Der flächendeckende Einsatz, der Medikamente auch zur Prophylaxe bringt aber auch Nachteile mit sich. Einerseits ist sie für die erwachsene Bevölkerung in den Risikogebieten nicht sinnvoll, weil diese im möglichen Maß bereits selbst teilimmun ist. Zum anderen führt der massenhafte Einsatz in letztlich oft unbegründeten Fällen zu Resistenzen des Erregers gegenüber den bekannten Behandlungsmethoden

Impfung bald verfügbar

Gegen Malaria gibt es derzeit keine marktreife Impfung. Es muss davon ausgegangen werden, dass künftige Impfungen keinen 100-prozentigen Schutz bieten – zwischen 20 und 50 Prozent der Geimpften werden trotzdem erkranken, bei Säuglingen bis zu 75 Prozent. Die kommenden Impfungen können dennoch zur Bekämpfung der Malaria beitragen, indem sie die weitere Übertragung des Virus beeinträchtigen.

Der Pharmariese GlaxoSmithKline Biologicals arbeitet mit einer NGO und Geldern der Gates-Stiftung an RTS,S/AS01. Die WHO unterstützt die Entwicklung des Mittels Mosquirix ausdrücklich. Der Wirkstoff befindet sich in der abschließenden Erprobungsphase 3 und ist das derzeit aussichtsreichste Projekt dieser Art. Es setzt am Plasmodium falciparum, dem häufigsten und gefährlichsten Erregertyp an. Wenn alle weiteren Tests positiv ausfallen, soll das Mittel schon im nächsten Jahr regulär eingesetzt werden.

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