Malaria

Kommt der Durchbruch in der Malariabekämpfung?

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Der Plasmodium-Erreger

Der Malaria-Erreger ist ein einzelliger Parasit namens Plasmodium, von dem fünf Typen Malaria auslösen können. Plasmodium falciparum ist am weitesten verbreitet. Sie löst die Malaria tropica mit den schlimmsten Krankheitsverläufen aus. Befallene Mücken infizieren bei ihrer Blutmahlzeit den Menschen, der als Zwischenwirt fungiert. Der Erreger vermehrt sich in der Leber und in den roten Blutzellen, die später aufplatzen. Giftstoffe gelangen in den Blutkreislauf, es kommt zu Fieberschüben.

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Schließlich verschlechtert sich die Durchblutung und Nährstoffe sowie Sauerstoff werden nicht mehr ausreichend durch den schwer kranken und stark fiebernden Körper transportiert. Im ungünstigsten Fall treten neurologische Komplikationen wie Krampfanfälle auf. Der Erkrankte fällt ins Koma und stirbt.

Ist ein anderer Erreger für die Erkrankung ursächlich, kann die die Infektion auch immer wieder auftreten und die Infizierten erleben über Wochen hinweg Fieberschübe mit insgesamt milderen Symptomen.

Die Mücke als Überträger und Wirtstier

Zumindest scheint aber eine Infektion von Mensch zu Mensch unabhängig vom Erregertyp praktisch unmöglich, denn der Mensch ist nur Zwischenwirt für die Plasmodien. Eigentliches Ziel der Erreger sind die Stechmücken der Gattung Anopheles. Sie ist der Krankheitsüberträger (Vektor) der Malaria und wird daher auch Malaria-Mücke genannt.

Sie entwickelt sich in stehenden Gewässern in den heißen Regionen der Welt, vor allem Afrika. Die Weibchen brauchen für die Ei-Entwicklung hochwertiges Eiweiß, das sie in Form von Blutmahlzeiten an Säugetieren zuführen. Sie nehmen Plasmodien auf, wenn sie einen infizierten Menschen stechen. Der Erreger breitet sich in ihrem Körper aus und wird bei weiteren Stichen durch den Speichel auf andere Menschen übertragen.

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