Anbieter zum Thema
Verschiedene Ausführungen
Der neue kapazitive Grenzwertschalter erfüllt die neueste IEC 60079 Normenreihe für Explosionsschutz. Um dies zu erreichen, verwendet man im rauen Ex-Bereich Aluminium- oder Kunststoffgehäuse. Die Ausführung basiert auf zugelassenen Werkstoffen wie Kunststoffgehäuse PA6 und glasfaserverstärktes PPS bei der Sonde. Das drehbare Gehäuse entspricht der Schutzart IP 66 und erlaubt den Anschluss immer optimal auszurichten. Eine automatische Erdverbindung für Metallsilos über einen Metallkontakt im Prozessanschluss vereinfacht den Einbau. Da die Sensorik nahezu unabhängig vom Einfluss der Behälterwand arbeitet, kann der Capanivo auch in nichtleitenden Behältern aus Kunststoff oder Holz eingesetzt werden. Der im Werk voreingestellte Sensor benötigt keine Vor-Ort-Kalibrierung, lässt sich aber zur Anpassung in der Sensibilität, beispielsweise bei sehr leichten Schüttgütern, leicht per Steckbrücke in vier Stufen einstellen.
Das gilt auch für die Schaltverzögerung, bei der Zeit und Schaltrichtung ebenfalls einstellbar sind. Die Active Shield Technology sichert den Sensor gegen Fehlschaltungen durch Ablagerungen oder Anbackungen ab.Er detektiert so bei normalen bis erhöhten Materialablagerungen in der aktiven Zone weiterhin den Füllstand. Im Praxiseinsatz einer Getreidemühle im staubexplosionsgeschützten Bereich beispielsweise hat sich dies bewährt.
In Zahlen gefasst bedeutet das für den Sensor einen weiten Einsatztemperatur-bereich von -40 °C bis +180 °C. Der Umgebungsdruck darf im Bereich -1 bis +16 bar betragen, damit ist der Sensor u.a. leichtmit Dampf autoklavierbar. Der für die Sensibilität wichtige DK-Wert beträgt ab1,6. Die Versorgungsspannung liegt je nach Ausführung im weiten Bereich von 19 bis30 VDC, bei 19 bis 253 VAC bzw. 19 bei 50 VDC und in der dritten Variante bei 18 bis 44 VDC. Je nach Ausführung wird der Signalausgang über ein Relais mit ein- oder zweipoligem Wechselschalter bzw. einem PNP-Transistor mit open-Kollektor-Ausgang aus-gegeben.
Damit lassen sich die Sensoren in alle marktüblichen Überwachungssysteme einbinden. Der Prozessanschluss in ein oder eineinhalb Zoll erlaubt den Einbau auch bei beschränktem Bauraum oder einer Vielzahl anderer Anschlüsse in unmittelbarer Nähe.
Variabilität ist eingebaut
Die neue Sensorfamilie erlaubt erstmals, das von Natur aus universelle Messprinzip der kapazitiven Detektion in einem wirklich breiten Einsatzumfeld mit nur einer Ausführung einzusetzen. Ohne bewegliche Teile und daher wartungsfrei reduziert er laufende Betriebskosten.
Für den Anwender bedeutet das u.a.deutlich geringere Kosten bei flexiblerem Einsatzbereich und problemlosem Betrieb –selbst bei variierenden Produktionsbedingungen.
* T. Schäfer ist Vertriebs-/Marketingleitung bei UWT und A. Zeiff ist Mitarbeiter im RBS Redaktionsbüro, Stutensee. Kontakt: Tel. +49 (0) 83 17/ 5 71 23 - 66
(ID:32929390)