KPIs und Benchmarks in der Instandhaltung

Kann man (Anlagen–)Stillstand messen? Wie sie KPIs und Benchmarks richtig nutzen...

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Berater und Industriedienstleister erfassen etwa 20 klassische Kennzahlen – aus praktischen Gründen empfehlen Fachleute, sich zunächst auf einige wenige zu konzentrieren. Besonders für das obere Management ist der Maintenance Cost Index interessant: Diese Zahl wird aus den Instandhaltungskosten, geteilt durch den Wiederbeschaffungswert der Anlage errechnet.

Für die operativen Geschäftsbereiche oder das mittlere Management ermöglichen Kennzahlen wie die Dringlichkeitsrate, die Auslastung oder der Arbeitsvorrat Aussagen über den Auftragsabwicklungsprozess. Doch mit dem bloßen Erheben der Daten ist es nicht getan: „Der eigentliche Mehrwert entsteht erst dann, wenn man diese Daten auch zu interpretieren weiß“, ist sich Vogel sicher. Nur wer seine Ziele ehrgeizig, aber auch realistisch auswählt und es schafft, die verschiedene Kulturen im eigenen Unternehmen an Bord zu holen, kann im Turnaround-Rennen punkten und sich mit jedem Projekt stetig verbessern.

Kein Selbstzweck: KPIs sind, was Sie daraus machen

Natürlich müssen Benchmarks nicht notwendigerweise nur aus dem eigenen Unternehmen kommen: Berater wie Solomon, IP Networks oder TA Cook verfügen über umfangreiche Kennzahlen tausender Unternehmen und Projekte. Gerade bei spezialisierten Vorhaben wie Turnarounds helfen Datenbanken wie TA Cooks Maindex, realistische Benchmark Reports zu erstellen und diese mit branchenspezifischen Durchschnittswerten zu vergleichen.

Von Null auf Hundert - So sieht Turnaround in der Praxis aus:

Immerhin sind Benchmarks kein Selbstzweck – richtig angewendet helfen sie jedoch, Probleme und Schwachstellen in Projekten aufzuzeigen und stetig die eigene Performance zu verbessern. Dann wird der Turn­around-Tacho zum Vorsprung durch Technik beim Anlagen-Boxenstopp.

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