Membranfiltration

Höhere Prozesseffizienz durch neue Membrantechnologie

Seite: 4/4

Firmen zum Thema

Eine Testwiederholung bei einem zunächst nicht bestandenen Integritätstest ist ebenfalls kritisch, weil dann eine erneute Benetzung erforderlich wird. Hier zeigt sich die Bedeutung des sehr guten Benetzungsverhaltens und zuverlässigen Integritätstestung durch die neuartige Oberflächenveredelung.

Höhere Produktausbeute

Je nach Applikation ist der Grad einer unspezifischen Proteinbindung kritisch zu sehen. Das Zielprotein kann einen sehr hohen Wert besitzen. Jedes Gramm Protein, das von der Membran gebunden ist, verringert die Produktausbeute und damit die Prozesseffizienz.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 6 Bildern

Die Oberflächenmodifizierung der PES-Membran führt auch hier zu einer deutlichen Verbesserung. Um die Proteinbindung besser zu beurteilen, wurden unterschiedliche Proteine getestet. Dabei wurde die Bindung von monoklonalen Antikörpern (mAb) an verschiedenen Filterkerzen verglichen. Im Vergleich zeigt Sartopore Platinum eine um mehr als 50 % geringere Proteinbindung, was letztlich eine höhere Produktausbeute von mehr als 0,2 Gramm pro Quadratmeter Filterfläche bedeutet.

Obwohl das genaue Ausmaß der Proteinbindung natürlich abhängig vom spezifischen Produkt und den Prozessbedingungen ist, zeigt das Beispiel, welche Optimierungen und hiermit verbundene Kostenvorteile zu realisieren sind. Es zeigt ebenfalls, dass sich Filterkerzen sehr unterschiedlich verhalten können, obwohl das Membranmaterial jeweils PES ist. Insofern können individuelle, prozessspezifische Untersuchungen nur empfohlen werden, um die beste Lösung für die jeweilige Applikation zu erarbeiten.

Resümee

Technische Neuerungen im Bereich Sterilfiltration zeigen deutliche Effekte bei den Leistungsdaten wie Standzeit und Durchflussverhalten. Hinzu kommen aber auch Sekundäreffekte wie der notwendige Wasserverbrauch für die Benetzung, Proteinbindung und die Zuverlässigkeit bei der Integritätstestung, die für einen Filtrationsprozess wichtig sind und von einem modernen Filter deutlich optimiert werden können. Mit der Kombination aus neuartiger Plissiertechnologie und oberflächenveredelter PES-Membran nimmt der neue Sterilfilter Sartopore Platinum eine marktführende Stellung in Hinblick auf Kosteneffizienz und Prozessoptimierung ein.

* Der Autor ist Produktmanager bei Sartorius Stedim Biotech. E-Mail-Kontakt: jens.meyer@sartorius-stedim.com

(ID:39687760)