Meilensteinzahlung verzögert Drastische Einschnitte: Heidelberg Pharma baut 75 % der Stellen ab

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Einer Insider-Information zufolge reagiert Heidelberg Pharma auf die Verzögerung einer erwarteten Meilensteinzahlung in Höhe von etwa 60 Millionen Euro mit drastischen Kostensenkungen und einem Personalabbau von rund 75 %. Künftig will sich das Biotechunternehmen vollständig auf den ADC-Kandidaten HDP-101 konzentrieren.

Heidelberg Pharma reagiert auf die verzögerte Meilensteinzahlung mit drastischen Sparmaßnahmen und einem Stellenabbau von rund 75 %.(Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Heidelberg Pharma reagiert auf die verzögerte Meilensteinzahlung mit drastischen Sparmaßnahmen und einem Stellenabbau von rund 75 %.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Das Biotechnologieunternehmen Heidelberg Pharma hat mit Zustimmung des Aufsichtsrats beschlossen, umfangreiche Kostensenkungsmaßnahmen umzusetzen und als Folge alle Entwicklungsaktivitäten ausschließlich auf den führenden ADC-Kandidaten HDP-101 zu konzentrieren, um die Liquiditätsreichweite des Unternehmens zu verlängern. Grund dafür ist die Verzögerung einer erwarteten Meilensteinzahlung in Höhe von umgerechnet ca. 60 Millionen Euro aus dem Lizenzvertrag mit Health Care Royalty (HCRx), da die Zahlungsbedingungen noch nicht erfüllt sind.

Die klinische Entwicklung von HDP-101, einem Amanitin-basierten ADC, das sich derzeit in einer Phase I/IIa-Studie im Multiplen Myelom befindet, soll wie geplant fortgesetzt werden. Das zweite klinische Programm, HDP-102, wird vorübergehend ausgesetzt. Für das dritte ADC, HDP-103, ist weiterhin geplant, die Unterlagen für einen Antrag auf eine klinische Studie vorzubereiten.

Die frühen Forschungsaktivitäten werden schrittweise eingestellt und Heidelberg Pharma will Möglichkeiten zur Auslizenzierung seiner präklinischen Programme prüfen.

Parallel kündigte Heidelberg Pharma einen drastischen Personalabbau an: Der Vorstand plant, die derzeitige Belegschaft unternehmensweit um etwa 75 % bis Mitte 2026 zu reduzieren.

Mit den Maßnahmen will das Unternehmen die Liquidität bis Mitte 2026 sichern. Zum 31. August 2025 verfügte Heidelberg Pharma über liquide Mittel in Höhe von 22,9 Millionen Euro. Die Finanzprognose vom März 2025 wird angesichts der Neuausrichtung überprüft.

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