Prozesswärme planen Gut geplant ist halb gewärmt: So geht zeitgemäße Thermalöl-Anlagenplanung

Ein Gastbeitrag von Philipp Laufenberg, Journalist 5 min Lesedauer

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Flexibilität und Offenheit für effiziente Planung: Wärme gibt es nicht von der Stange. Industrielle Prozesswärme - egal ob mit Öl, Gas oder elektrisch beheizt – brauchen eine entsprechend effiziente Planung, besonders, wenn es um individuelle Einzelfertigungen geht.

Elektronisch beheizte Thermoölheizanlage AEFT 1100 kW, wie sie für die Beheizung von Walzen im Kalander benötigt werden (z. B. bei Papierfabriken oder der Vliesherstellung).(Bild:  Aura GmbH & Co. KG.)
Elektronisch beheizte Thermoölheizanlage AEFT 1100 kW, wie sie für die Beheizung von Walzen im Kalander benötigt werden (z. B. bei Papierfabriken oder der Vliesherstellung).
(Bild: Aura GmbH & Co. KG.)

Individuell und speziell auf die Anforderungen des Kunden abgestimmt: Das sind nicht selten die Anforderungen an Thermoölheizanlagen. Denn egal, ob diese in der Papierherstellung, der Kunststoff- und Textilindustrie oder der Lebensmittelbranche zum Einsatz kommen, häufig sind die Unterschiede groß. Verschiedene Materialien, unterschiedliche beheizte Medien bis hin zu unterschiedlichen Spannungen und Leistungen – Anlagen für die industrielle Prozesswärme sind häufig individuelle Einzelfertigungen.

Derartige Projekte sind das Spezialgebiet von Aura: Das Unternehmen aus Germersheim liefert seit über 30 Jahren Prozesswärme-Anlagen und Thermalöl-Prozesse an internationale Projekte, vor allem im asiatischen Raum. Neben den technologischen Anforderungen kommen entsprechend landesspezifische Vorgaben hinzu. „Wir arbeiten mit elektrischen Spannungen in einem Bereich von 24 Volt DC bis 230 Volt AC und 3~ 220 bis 690 Volt. Hier gibt es international große Unterschiede“, sagt Jürgen Adler, Head of Electrical Engineering and Electrical Material Management bei Aura.

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„Gleichzeitig schwankt die Leistung zwischen zweihundert Kilowatt und sechzehn Megawatt. Entsprechend spezifisch müssen auch unsere Elektropläne sein.“ Seit Aura die Erstellung der Pläne inhouse abbildet, setzt der Spezialist für industrielle Prozesswärme auf die CAE-Software der Firma Amperesoft.

Prozesswärme planen: Vom Atari zu spezialisierter CAE-Software

„Als ich vor 20 Jahren zum Unternehmen gekommen bin, wurden die Pläne für unsere Entwicklungen noch extern erstellt, mit einem Atari Computer“, erinnert sich Adler. „Die Ergebnisse haben uns jedoch nicht vollständig zufrieden gestellt, sodass wir uns entschlossen, die Pläne inhouse zu erstellen. Dabei war uns von Anfang an klar, dass wir hierbei auf eine unterstützende Software setzen wollen, um für die Anforderungen der Zukunft gerüstet zu sein.“ Gemeinsam mit dem Partner auf Seiten des Schaltschrankbaus entschied man sich dabei schnell für die Planungssoftware Proplan.

Diese Entscheidung hat man bei Aura nicht bereut: Das Gesamtpaket integriert neben Proplan weitere Anwendungen, die den gesamten Engineering-Prozess unterstützen. So etwa das Materialverwaltungs-Tool Matclass, das die flexible Verteilung und prozessbeschleunigende Nutzung von standardisierten Produktdaten ermöglicht. Für die vereinfachte und zuverlässige Angebotskalkulation steht der Quotationassistant bereit und die Wärmeberechnung nach DIN EN 61439-1 kann mithilfe des Temperaturecalculator erfolgen.

Timo Linker, Elektrokonstrukteur bei Aura und täglicher Anwender von Proplan, hebt eine weitere Anwendung hervor: „Ein besonderer Vorteil von Proplan ist für mich der Tooldatamanager. Mit ihm behalte ich stets die Übersicht über alle Projekte und kann, wo nötig, ältere oder ähnliche Pläne heranziehen und als Vorlage nutzen. Das spart viel Zeit im Engineering-Prozess.“ Damit sind eine smarte Planung und ein optimaler Konfigurationsprozess realisierbar.

Darum ist Flexibilität beim Prozesswärme Engineering Trumpf

Bei den vielbeschäftigten Thermo-Spezialisten von Aura entstehen im Schnitt pro Woche zwei neue Anlagen. Unterstützt durch die Amperesoft-Lösung bildet das Unternehmen den Engineering Prozess von der Konfiguration bis hin zur Detailplanung zuverlässig und schlank ab. Das beruht vor allem auf den umfassenden Konfigurationsmöglichkeiten, die die Amperesoft-Lösung zur Verfügung stellt. So können über Herstellerdatenbanken hinaus eigene Symbole und Datenbankeinträge für Produkte erstellt werden, die immer wieder verwendet werden. „Die Flexibilität von Proplan ist für uns von zentraler Bedeutung. Uns stehen viele Datenbanken unterschiedlicher Hersteller zur Verfügung, sodass wir von einer großen Offenheit profitieren“, erklärt Adler.

Doch die Flexibilität und Offenheit der Lösung bezieht sich nicht nur auf die Handhabung der Datenbanken. So ist es auch möglich, die Pläne auf Wunsch der Partner in alle geläufigen Formate wie beispielsweise DWG zu konvertieren. Ebenso können die Daten in Excel-Dateien überführt werden, wo komplexe Berechnungen stattfinden.

Engineering-Experten bleiben am Ball

Entscheidend für den langfristigen Erfolg ist für Adler der Support durch Amperesoft. „Seit dem ersten Tag haben wir immer denselben Betreuer gehabt, der sich regelmäßig bei uns meldet und uns auf dem Laufenden hält. Durch einen Update-Vertrag erhalten wir stets automatisch die neueste Version und werden durch unseren Ansprechpartner über die für uns wichtigsten Neuerungen informiert.“ Ebenso ist der produktive Austausch zwischen Software-Spezialisten und Thermalöl-Experten Ausdruck der guten und partnerschaftlichen Zusammenarbeit: Viele hinzugefügte Funktionen der jeweils neuen Versionen gehen auf Optimierungsvorschläge oder Wünsche von Kunden zurück. So gaben Jürgen Adler und sein Team den Anstoß dafür, dass Makros der Hersteller nun in das System eingebunden werden können.

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Ebenfalls zum Support gehören die Schulungen, die bei Amperesoft oder auch beim Kunden vor Ort stattfinden. „Wir haben zu Beginn Schulungen zur Einführung in das System gemacht“, erklärt Linker. Zudem nutze man das Angebot zu Auffrischungsterminen. „Gleichzeitig spricht uns unser Betreuer auf Neuheiten der Lösung an, die für uns interessant sind und zu denen er ebenfalls Schulungen anbietet, was uns sehr hilft.“ Noch entscheidender ist für Linker jedoch die Unterstützung im laufenden Betrieb: „In jeder Situation können wir auf Ansprechpartner von Amperesoft zählen, die unser Anliegen lösungsorientiert betreuen. Das ist einer der entscheidenden Vorteile gegenüber dem Marktführer.“

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Wechselstimmung scheint bei soviel gegenseitiger Wertschätzung jedenfalls nicht aufzukommen: „Für uns war es auf jeden Fall die richtige Entscheidung, Proplan einzuführen“, betont Adler. „Das System ist laufsicher, offen und flexibel und überzeugt nicht zuletzt auch mit einem sehr hohen Kosten-Nutzen-Faktor.“ Beste Voraussetzungen für eine weitere Zusammenarbeit. (dst)

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