Wärmewende in der Industrie Grüne Industriewärme bis 200 Grad? Für Großwärmepumpen (k)ein Problem – in der Theorie...
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Deutschland streitet um die Heizung – und der Industrie läuft ein eisiger Schauer über den Rücken. Immerhin geht mehr als die Hälfte des deutschen Energieverbrauchs auf die eine oder andere Weise auf das Konto der Wärme. Und die vielzitierte Wärmepumpe? Die könnte in der Industrie eigentlich einiges. Eigentlich.
Deutschlands Industrie gibt Gas – Erdgas, um genau zu sein. Denn rund 61 Prozent des Wärmebedarfs der Industrie gehen auf das Konto von Erdgas (41 Prozent) und Kohle (rund 20 Prozent), sagt eine Studie des Fraunhofer IEG. Dabei wird der Löwenanteil (drei Viertel) der Wärme für Prozesse bis 200 °C aufgebracht, so die Autoren der Studie – also in einem Bereich, der sich möglicherweise per Wärmepumpe in Zukunft defossilieren ließe. Schon heute sind Wärmpumpen im Megawatt-Maßstab in Planung, die ein dreistelliges Temperaturniveau erreichen. Typische Hochtemperaturverfahren wie Destillation oder Kompression mit Temperaturen weit im dreistelligen Bereich werden allerdings bis auf weiteres den Einsatz von Öfen erfordern - wobei auch diese elektrisch beheizt werden könnten.
Theoretisch ließen sich mit Wärmepumpen emissionsfrei rund 1. 500 Terawattstunden zur Verfügung stellen (ohne Umgebungsluft-Nutzung) – rund anderthalb mal so viel wie der derzeitige Bedarf von 1. 000 Terawattstunden. Dabei könnten Geothermie, See- und Flusswasser, industrielle Abwärme, Abwasser, Kohlengruben und Rechenzentren genutzt werden, so die Macher der Studie. Zur Zeit sind für Großwärmepumpen Abwärme und Meerwasser die häufigsten Wärmequellen.
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