Ethernet in der Prozessindustrie

Gateway als Brücke in eine zukunftssichere State-of-the-Art-Prozesswelt

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Spezialisiertes IT-Wissen nicht erforderlich

Im aktuellen Fall war die Ethernet-basierte Elektroverkabelung bereits vorhanden, es mussten nur serielle Teile ersetzt werden. Sämtliche Anlagenkomponenten sind somit über nur ein Profibus-Kabel vernetzt, über das sämtliche Prozess- und Diagnosedaten übertragen werden. Beim Engineering kommen vertraute Werkzeuge wie bei Profibus zum Einsatz. Infolgedessen ist kein spezialisiertes Know-how erforderlich, sodass sich auch der Schulungsaufwand in Grenzen hielt.

Keine Probleme mit Pulver, Staub und Feuchtigkeit

Dem Farben- und Lacke-Hersteller kommt zudem entgegen, dass das PN Gate PA funktionssicher auch dort seinen Dienst verrichtet, wo Anlagen in rauen Industrieumgebungen betrieben werden, in denen Pulver, Staub und Feuchtigkeit vorherrschen sowie Ex-Bereiche existieren. Entsprechend sind die vorhandenen Schaltschränke teils dort platziert, wo produziert wird, während man weitere in separaten, geschützten Räumen untergebracht hat.

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Die Umrüstung der ersten Anlage fand vor rund zweieinhalb Jahren statt, wobei die vorhandenen Feldbusse übernommen werden konnten. In diesem ersten Schritt hat das Softing-Team zwei PA-Stränge mit jeweils sechs Geräten installiert. Sukzessive wurde seither auf 30, an einem Gateway angeschlossene PA-Geräte aufgestockt. Im Zuge anstehender Erweiterungen kann die Zahl noch erheblich gesteigert werden. Bei Profibus-Anwendungen ist in der Regel bei insgesamt 125 Geräten Schluss. Nach der Umstellung ist heute ein Vielfaches mehr möglich. Folge ist eine vereinheitlichte Systemlandschaft, in der die Anzahl der Teilnehmer bei Bedarf jederzeit erhöht werden kann. Ein konsistenter Datenfluss ist ebenso gewährleistet wie eine verbesserte Übertragungsgeschwindigkeit.

Auch können heute verlässlichere Diagnosen hinsichtlich der Anlagenperformance respektive einzelner Komponenten getroffen werden. Was den Kunden während der Umstellung insbesondere überrascht hat, war der vergleichsweise minimale Aufwand. Vereinfacht ausgedrückt mussten einfach nur die alten Koppler demontiert, das neue Gateway installiert und an das Kabel angeschlossen werden. Damit war praktisch alles erledigt. Durch die Profibus PA-Segment-Integration bzw. den Umstieg von Profibus DP auf Profinet profitiert der Anlagenbetreiber zudem von erhöhter Betriebssicherheit, die sich letztlich ebenfalls wieder positiv auf Kostenebene auswirkt.

Stützpfeiler der digitalen Transformation

Das Gateway PN Gate PA ist außerdem ein wichtiger Baustein im Rahmen der Transformation in Richtung einer Industrie 4.0-affinen Prozessgestaltung. Für die damit verbundenen Anforderungen hat Softing weitere Digitalisierungslösungen parat, die ebenfalls aus eigener Entwicklung stammen: das Modbus-zu-Profibus-PA-Gateway für TCP-Steuerungssysteme sowie das Modbus TCP-zu-Foundation Fieldbus H1-Gateway für die Integration von FF-Geräten in Modbus-Netzwerke zwecks Prozesssteuerung und Plant Asset Management.

Ferner wird mit dem Mobilink-Interface eine mobil nutzbare Anwendung angeboten, die Inbetriebnahme und Wartung von Feldgeräten erleichtert. Das Interface bedient die wichtigsten Protokolle im Rahmen der Prozessautomatisierung (Hart, Foundation Fieldbus, Profibus PA), ist kompatibel mit FDT-Rahmenapplikationen und verfügt über die in explosionsgefährdeten Arbeitsumgebungen vorgeschriebene Atex-Zulassung für Zone 1.

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* T. Hilz ist Program Marketing Manager und D. Palme ist Gruppenleiter Gateway-Entwicklung, beide bei der Softing Industrial Automation GmbH, Haar.

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