Energiedatenmanagement Fraunhofer hat für Dow ein Energiedatenmanagement entwickelt

Redakteur: Wolfgang Ernhofer

Gemeinsam mit den Partnern Compello und Somentec Software haben Fraunhofer-Forscher ein TÜV-zertifiziertes System für das Netznutzungsmanagement an den mitteldeutschen Standorten der Firma Dow in Schkopau und Böhlen etabliert.

Anbieter zum Thema

Valuepark am Standort Schkopau
Valuepark am Standort Schkopau
(Bild: Dow/Horst Fechner)

Ilmenau – Kunststoffe für Stretchfolien, Granulat für die Automobilindustrie und für Isolationsmaterialien in Hochspannungskabeln, synthetische Kautschuke für Hochleistungsreifen: Über 20 Kunststoffproduzenten, verarbeitende Unternehmen und chemienahe Dienstleister sind derzeit im Value Park an den Standorten Schkopau und Böhlen angesiedelt – in unmittelbarer Nähe zu den Produktionsanlagen des Dow Olefinverbund.

Für die Produktion der Polymere sind große Mengen an Energie und Rohstoffen erforderlich. Eingebunden in die Liefer- und Leistungsketten von Dow beziehen die Unternehmen am Standort einen Großteil der Energien von dem Chemieparkbetreiber.

Mess- und Verbrauchswerte verwalten und die Effizienz steigern

Seit August 2011 gelten mit der Änderung des Gesetzes zur Förderung der Energiewirtschaft neue Regelungen für die Lieferung von Strom und Erdgas. So müssen die Vorschriften zum Entflechten von Netz und Handel strikt angewendet sowie Geschäftsprozesse und Marktregeln nach genau definierten Vorgaben der Bundesnetzagentur eingehalten werden.

Dafür benötigt man ein leistungsfähiges Management der Energiedaten. Nur mit einer IT-Lösung lassen sich die umfangreichen Mess- und Verbrauchswerte verwalten und die Effizienz steigern. Am Standort Schkopau gibt es knapp 2000 dieser Messwerte, branchenspezifisch auch Zählpunkte genannt.

Software für Energie- und Energiedatenmanagement

Diese Anforderungen erfüllt die Software für Energie- und Energiedatenmanagement EMS-EDM Prophet vom Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB, Institutsteil Angewandte Systemtechnik AST. „Anders als beim klassischen Netznutzungsmanagement im Strom- oder Gasbereich mussten wir bei Dow eine Vielzahl an Medien wie Strom und Gas in unser System integrieren. Das betrifft zudem aber auch Dampf in verschiedenen Druckstufen, Rückkühlwasser oder technische Gase“, sagt Projektingenieur Andreas Reuter vom Fraunhofer IOSB.

(ID:42510399)