Newsticker November: Aktuelles aus der Prozessindustrie

Chemikalie ausgetreten – Zwölf Menschen in Klinik

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04.11.2024

Mainz (dpa) *12:46 Uhr – Angepasster Corona-Impfstoff treibt Biontech-Umsatz an

Vergleichsweise frühe Zulassungen für angepasste Corona-Impfstoffe haben die Umsätze des Mainzer Unternehmens Biontech im dritten Quartal nach oben getrieben. Insgesamt beliefen sich die Erlöse auf 1,24 Milliarden Euro, wie Biontech mitteilte. Unter dem Strich stand ein Gewinn von 198,1 Millionen Euro. Im Vorquartal hatten die Mainzer noch einen Verlust von knapp 808 Millionen Euro hinnehmen müssen.

Die Varianten-angepassten Covid-19-Impfstoffe seien aufgrund der behördlichen Zulassungen etwa in der EU, in Großbritannien und den USA früher als im Vorjahr auf den Markt gebracht worden, sagte Finanzvorstand Jens Holstein. Das habe zu den starken Umsätzen im dritten Quartal (bis Ende September) beigetragen. Im dritten Quartal des Vorjahres war der Umsatz mit rund 895 Millionen Euro geringer ausgefallen, der Gewinn hatte seinerzeit bei 160,6 Millionen gelegen.

Für die ersten neun Monate des laufenden Geschäftsjahres steht trotz Umsätzen von etwa 1,56 Milliarden Euro ein Verlust von knapp 925 Millionen zu Buche. Für das Gesamtjahr geht Biontech nunmehr von einem Umsatz am unteren Ende der prognostizierten Spanne zwischen 2,5 Milliarden bis 3,1 Milliarden Euro aus.

Gemeinsam mit dem US-Konzern Pfizer arbeitet Biontech auch an der Entwicklung eines Kombi-Impfstoffs gegen Grippe und Covid-19. Hier würden nach einer erfolgten Studie in der späten Phase 3 derzeit Anpassungen des Impfstoffkandidaten geprüft, anschließend würden weitere Schritte mit den Gesundheitsbehörden besprochen, teilte Biontech mit.

Unternehmenschef Ugur Sahin sieht auch bei der Entwicklung von Krebsmedikamenten Fortschritte. Im Fall von Entwicklungen zur Behandlung von Lungen- und Brustkrebs beispielsweise laufen Studien an, die später bei der Planung der für eine Zulassung relevanten Phase-3-Studien helfen sollen. Eine erste Marktzulassung für ein Krebsmedikament strebt Biontech im Jahr 2026 an, ab dann seien jährliche Marktzulassungen in der Onkologie geplant.

Wiesbaden (dpa) *09:00 Uhr – Energieverbrauch in Industrie sinkt – wegen Produktionsminus

Die deutsche Industrie hat im vergangenen Jahr deutlich weniger Energie verbraucht – auch weil die Produktion in energieintensiven Branchen sank. Der Verbrauch ging um 7,8 Prozent auf 3.282 Petajoule zurück, wie das Statistische Bundesamt berichtet. Schon 2022 war der Energieverbrauch der Industrie um 9,1 Prozent gefallen.«Der Rückgang des Energieverbrauchs in der Industrie stand im direkten Zusammenhang mit einer sinkenden Produktion in 2023. Besonders stark betroffen waren die energieintensiven Branchen, in denen die Produktion um 11,2 Prozent zurückging», erklärte die Behörde.

Der am meisten verwendete Energieträger in der Industrie blieb trotz eines spürbaren Rückgangs Erdgas (28 Prozent), vor Strom, Mineralölen und Mineralölprodukten und Kohle.

Größter Energieverbraucher unter den Industriezweigen war 2023 erneut die Chemieindustrie mit einem Anteil von 26,5 Prozent am Gesamtenergieverbrauch der Industrie. Es folgten die Metallerzeugung und -bearbeitung mit 23,9 Prozent sowie die Kokerei und Mineralölverarbeitung mit 10,3 Prozent.

In der Chemiebranche wurden allerdings fast ein Drittel der Energieträger (31,6 Prozent) als Ausgangsstoffe für chemische Produkte und damit nicht energetisch eingesetzt. Die deutsche Chemieindustrie, die unter gestiegenen Energiepreisen leidet, musste 2023 einen Produktionsrückgang von elf Prozent verkraften. Dieses Jahr soll die Herstellung dem Branchenverband VCI zufolge wieder um 3,5 Prozent steigen.

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