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Energieeffizienz

Energieeffizienz als Querschnittsthema der Namur

| Autor / Redakteur: Katharina Schächtele, BASF, und Dr. Stefan Krämer, Ineos / Marion Henig

Katharina Schaechtele (BASF) und Stefan Krämer (Ineos) thematisieren auf der Namur-Hauptsitzung Energieeffizienz im Bereich PLT. (M.Henig /PROCESS)
Katharina Schaechtele (BASF) und Stefan Krämer (Ineos) thematisieren auf der Namur-Hauptsitzung Energieeffizienz im Bereich PLT. (M.Henig /PROCESS)

Die chemische Industrie steht vor der Aufgabe, ihren spezifischen Energieeinsatz ständig weiter zu reduzieren. Welchen Beitrag kann die Automatisierungstechnik hierzu leisten? Die Namur-Arbeitskreise Energieeffizienz und Prozessführung stellen auf der Namur-Hauptsitzung Beispiele vor.

Die Forderung nach effizientem Einsatz von Primärenergie seit mehreren Jahren eine erhöhte Aufmerksamkeit. Die Diskussion um Klimaschutz, eine hohe Importabhängigkeit bei Energieträgern und steigende Energiepreise, auch durch den bevorstehenden Atomausstieg, haben das Thema weiter in die Öffentlichkeit gerückt. Das stellt die chemische Industrie vor die wichtige Aufgabe, auch nach Erreichen der gesetzten Energieeinsparziele im Jahre 2012 den spezifischen Energieeinsatz ständig weiter zu reduzieren.

Bereits im Jahr 2009 hat die Namur Energieeffizienz als Querschnittsthema identifiziert und einen eigenen Arbeitskreis gegründet, der sich mit dem Beitrag der Automatisierungstechnik beschäftigt. Dieser hat seither das vorhandene Wissen in den Mitgliedsfirmen gesammelt und beschreibt mit der NA 140 eine systematische Vorgehensweise zur Durchführung von Energieeffizienzprojekten mit Hilfe der

Automatisierungstechnik.

Prozesskomplexität beherrschbar machen

Zu den bekanntesten Verbesserungen zur Steigerung der Energieeffizienz gehören verfahrenstechnische Maßnahmen, wie die Wärmeintegration, intensivierte Apparate sowie ein moderner Kraftwerkspark mit entsprechend hohen Wirkungsgraden. Die besondere Anforderung an die Automatisierungstechnik besteht darin, die resultierende höhere Prozesskomplexität beherrschbar zu machen. Darüber hinaus schafft moderne Automatisierungstechnik die Voraussetzung, Anlagen ständig in der Nähe des energetischen Optimums zu betreiben.

Praktische Beispiele zur Steigerung der Energieeffizienz reichen von einfachen Ansätzen wie drehzahlgeregelten Antrieben über die anlagenweite Optimierung durch modellprädiktive Regelungen bis hin zu standortweiten Echtzeitoptimierungen im Strom- und Dampfnetz. Auch für Anwendungen des Energiemonitorings existieren Möglichkeiten, die Auswertung des Energieverbrauchs kontinuierlich und benutzerfreundlich zu gestalten.

Gesamtzusammenhang betrachten

Neben der technischen Machbarkeit besitzt das Thema Energieeffizienz auch eine politische Dimension. Rahmenbedingungen sollten so gestaltet werden, dass das wirtschaftliche Optimum auch tatsächlich dem energetischen Optimum entspricht. Dabei gilt es nicht nur einzelne Anlagen, sondern den Gesamtzusammenhang der Energieerzeuger und -verbraucher im Netz zu betrachten. Am Schluss steht die Feststellung, dass Energieeffizienz nur durch eine Kombination aus politischem und unternehmerischem Willen, technischer Kompetenz sowie qualifizierten Mitarbeitern vorangetrieben werden kann.

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