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Schüttgut-Förderung

Dichtstromförderung — Schonende Schüttgut-Förderung ohne Wartungsaufwand

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Die wesentlichen Bauteile einer pneumatischen Dichtstromförderanlage sind ein Vorlagebehälter (vgl. Abb. 1, Nr.1), das Sendegefäß (2), die Förderrohrleitung (3) mit Boostern (4) und ein Abscheidebehälter mit Filter (5). Die Förderung selbst erfolgt semi-kontinuierlich, d.h. das Produkt gelangt zunächst in den Vorlagebehälter. Von dort aus wird das Sendegefäß befüllt. Wenn es voll ist, wird es geschlossen und mit Druckluft beaufschlagt. Dadurch wird das Produkt durch die Förderleitung in den Abscheidebehälter transportiert. Wenn das Sendegefäß leer ist, wird die Druckluftzufuhr unterbrochen und der Zyklus beginnt von neuem mit dem Befüllen des Sendegefäßes.

Der Fördervorgang selbst ist natürlich maßgeblich von den Eigenschaften des Produktes abhängig. Hier sind neben der Partikelgröße z.B. auch die Schüttdichte, die Fließfähigkeit oder das Lufthaltevermögen entscheidend. Aufgrund dieser Eigenschaften stellt sich in der Rohrleitung ein Förderzustand ein, der durch die Länge und die Geschwindigkeit der Produktpfropfen geprägt ist, die sich durch das Rohr bewegen. Die Länge der Pfropfen bedingt den für die Förderung nötigen Druck. Deshalb ist es wichtig, die Pfropfen möglichst kurz zu halten.

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Dieses kann einerseits durch eine hohe Luftmenge erreicht werden. Diese zieht aber auch eine entsprechend höhere Fördergeschwindigkeit nach sich. Andererseits können die schon in der schematischen Darstellung gezeigten Booster verwendet werden. Diese werden in regelmäßigen Abständen an die Förderleitung montiert. Sie führen so genannte Sekundärluft zu. Dadurch werden Pfropfen, die auf ihrem Weg durch das Rohr immer länger werden, wieder aufgespaltet.

Booster spalten Pfropfen auf

Über den Einsatz von Boostern scheiden sich oft die Geister. Ursache für die unterschiedlichen Aussagen bezüglich ihrer Funktion sind die verschiedenen Produkte, die gefördert werden. Für die gewünschte Funktion der Dichtstromförderung ist es entscheidend, dass die Pfropfen nicht zusammenwachsen. Ohne Sekundärlufteinspeisung ist das nur bei sehr gut fluidisierbaren Produkten oder bei grobkörnigen mit enger Korngrößenverteilung der Fall. Die meisten realen Produkte fallen nicht in einer dieser beiden Kategorien. Dann sind Booster nötig. Das gezielte Aufspalten der Pfropfen ermöglicht wiederum geringe Förderdrücke, geringe Luftmengen und demzufolge auch niedrige Geschwindigkeiten und letztendlich auch wenig Partikelzerstörung. Typische Fördergeschwindigkeiten betragen 0,5 m/s zu Beginn der Leitung und 2,5 m/s am Ende.

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