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Schüttgut-Förderung

Dichtstromförderung — Schonende Schüttgut-Förderung ohne Wartungsaufwand

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Im Gegensatz zur Frage der Abgrenzung sind die unterschiedlichen physikalischen Phänomene und Prinzipien genau bekannt. Eine Flugförderung liegt vor, wenn sich die zu fördernden Partikel annähernd als Einzelpartikel bewegen, d.h. sie „fliegen“ durch die Rohrleitung. Dieser Förderzustand stellt sich ein, wenn die Beladung niedrig und die Strömungsgeschwindigkeit hoch ist; nur dann kann die Luft die Partikel tragen.

Die Dichtstromförderung arbeitet mit Beladungen, die 5- bis 10-mal so hoch sind wie bei der Flugförderung. Die Förderleitung ist dicht gefüllt, das Produkt bewegt sich in Pfropfen, die den gesamten Rohrquerschnitt ausfüllen. Aus der 5- bis 10-mal geringeren Luftmenge ergibt sich eine entsprechend geringere Fördergeschwindigkeit. Während bei der Flugförderung Geschwindigkeiten von etwa 20 m/s üblich sind, arbeitet die Dichtstromförderung meist bei 2 bis 3 m/s; es sind sogar noch geringere Geschwindigkeiten möglich. Daraus ergibt sich unmittelbar, dass die Dichtstromförderung eine sehr produktschonende Förderung ist. Damit gleichbedeutend ist, dass die Förderung auch verschleißarm ist, d.h. dass die Rohrleitung auch bei stark abrasiven Produkten nur wenig beansprucht wird. Partikelabrieb und Rohrverschleiß hängen unmittelbar von der Partikelgeschwindigkeit ab, wobei gilt:

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Abrieb, Verschleiß = k*(Partikelgeschwindigkeit)N, mit k = Proportionalitätskonstante und N = Exponent (meist zwischen 2,2 und 2,8) [Burnett AJ, PhD Thesis 1996, University of Greenwich]

Aufbau einer pneumatischen Dichtstromförderanlage

Demnach zieht eine Verdoppelung der Partikelgeschwindigkeit einen mehr als 5-fachen Verschleiß nach sich.

Im Vergleich zur Flugförderung, die seit einigen Jahrzehnten etabliert ist, stellt die Dichtstromförderung eine eher neue Technik dar. Deshalb wird sie ausführlicher beschrieben.

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