Abwasserbehandlung Cleverer Wärmeübertrager gewinnt Wärme aus Abwasserstrom zurück
Viele Unternehmen benötigen in ihrer Produktion warmes Prozesswasser. Eine innovative Anlage der Dresdner DAS Environmental Expert ermöglicht nun eine Wärmeübertragung vom Abwasser zum Prozesswasser. Das hilft, die Temperaturen der Wasserströme zu optimieren, wodurch sowohl der Energieeinsatz als auch die Abwasserbehandlung selbst deutlich an Effizienz gewinnen.
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Dresden – Erfahrungen mit einem solchen Wärmetauscher hat Schumacher Packaging in seinem Werk in Schwarzenberg gesammelt. Das inhabergeführte mittelständische Unternehmen hat sich auf maßgeschneiderte Verpackungslösungen aus Well- und Vollpappe spezialisiert.
In Schwarzenberg im Erzgebirge stellt das Unternehmen Pappe her. Dazu wird Altpapier aufbereitet. „Für diesen Prozess wird sehr viel Wasser benötigt“, berichtet Bernd Dzedzig, verantwortlicher Projektleiter bei DAS Environmental Expert. „Es wird aus einem Fluss, der Großen Mittweida, entnommen. Dieses Wasser kommt besonders im Winter relativ kalt an, mit Temperaturen um die 5 °C. Es wird vorgereinigt und musste bisher mit Hilfe von Dampf oder anderen externen Wärmequellen aufgewärmt werden.“
Die Herausforderung
Schumacher Packaging hat nun die Kapazität der Papiermaschine erhöht. Damit verbunden war eine Anhebung der Prozesstemperatur auf bis zu 55 °C – viel zu viel für die nachfolgende biologische Abwasseraufbereitung. Denn die Mikroorganismen sterben ab, wenn das Wasser zu heiß ist. Das Resultat: „Die Kläranlage würde bei diesen Temperaturen nicht mehr funktionieren“, erläutert Dzedzig.
Um eine Schädigung des Flusses zu vermeiden, gilt zudem für die Einleitung von Abwässern eine behördlich festgelegte Temperatur-Obergrenze von 30 °C.
Die Lösung
Aus diesem Grunde suchte Schumacher Packaging nach einer Möglichkeit, das Abwasser über ein möglichst pfiffiges Konzept zu kühlen, damit die biologische Abwasseraufbereitung weiterhin zuverlässig arbeitet. Die DAS Environmental Expert konnte mit ihrem Anlagenkonzept überzeugen: Der Wärmeübertrager nutzt das Wasser, das zu warm aus dem Prozess kommt, um damit das kalte Frischwasser zu erwärmen. Erfreulicher Zusatzeffekt: Schumacher Packaging kann damit sogar den Energieverbrauch reduzieren: Durch den Einsatz des Wärmeübertragers kann die Fabrik 40 % des bisher benötigten Erdgases einsparen. Die Investition amortisiert sich so bereits im ersten Jahr.
Das Prinzip des Wärmeübertrager beruht auf effektiven Thermoplatten mit effektivem Reinigungssystem. Mehr auf der nächsten Seite.
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