Abwasserbehandlung

Cleverer Wärmeübertrager gewinnt Wärme aus Abwasserstrom zurück

Seite: 2/3

Anbieter zum Thema

Das Prinzip

Der Wärmeübertrager beruht auf doppelwandigen Platten („Thermoplatten“), die durch ein einfaches Reinigungssystem ständig sauber gehalten werden (siehe Infografik). Das Kühlwasser wird gleichmäßig auf alle Thermoplatten verteilt und strömt ringförmig einmal durch den Wärmeübertrager. Das Abwasser wird von unten in den Wärmeübertrager geleitet und strömt aufwärts durch den Behälter, um an der Oberseite abgeleitet zu werden. Im Inneren der Thermoplatten fließt also das kalte Flusswasser, und auf der Außenseite das heiße Abwasser.

Der Wärmeübertrager besteht aus Edelstahl. Im Kontakt mit dem Abwasser verschmutzen Metallflächen relativ schnell, erklärt Dzedzig: „Es bildet sich rasch ein Biofilm, der rapide wächst, wenn Wärmetauscher nicht gereinigt werden. In der Folge sinkt die Übertragungsleistung.“

Normalerweise ist es daher notwendig, die Systeme regelmäßig auseinanderzubauen und manuell zu säubern. Die Dresdner Umweltexperten fanden auch dafür eine clevere technische Lösung: Durch ein kontinuierlich rotierendes Bürstensystem wird die Verschmutzung auf ein Minimum reduziert und die Wärmeübertragung optimiert. Die rotierenden Bürsten sorgen nicht nur für die permanente Reinigung der Wärmeübertragerflächen, sondern auch für eine hohe Strömungsgeschwindigkeit und damit verbunden eine höhere Wärmeübertragerleistung.

Durch die Drehbewegung der Bürsten wird das Abwasser zudem in einen spiralförmigen Umlauf gebracht. Dadurch wird der Effekt eines Gegenstrom-Wärmeübertragers erzielt. Dieses Konstruktionsprinzip erlaubt eine Installation im Ablauf bestehender Abwasserreinigungsanlagen ohne den Einsatz zusätzlicher Druckerhöhungspumpen. Auch aufwändige Mess- und Regeltechnik ist dazu nicht erforderlich.

Für die Wärmeübertrager sieht DAS einen großen Markt. Mehr auf der nächsten Seite.

(ID:42668003)