Leverkusener Abendgespräch 2013

Chempark-Unternehmen investieren 374 Millionen Euro

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Da sich diese Rhein-Unterquerung nicht erweitern lässt, investiert Currenta in den Bau eines neuen Dükers. Damit kann das Unternehmen zukünftig auf die Anforderungen der Chempark-Partner reagieren. So soll etwa die Erdgas-Versorgung für das von Repower geplante GuD-Kraftwerk im Chempark Leverkusen über das linksrheinische Erdgasnetz erfolgen. Das neue Bauwerk soll größer, begehbar und nachrüstbar sein. In Absprache mit der Bezirksregierung Köln beginnt Currenta in einem sehr frühen Planungsstadium mit der Information der Öffentlichkeit über das Vorhaben; das Genehmigungsverfahren wird voraussichtlich im nächsten Jahr eröffnet.

Weitere Investitionsbeispiele:

Die Schweizer Energieunternehmung Repower plant den Bau eines Gas- und Dampfturbinenkraftwerks (GuD) mit einer elektrischen Leistung von bis zu 550 Megawatt. Im Mittelpunkt der Projektarbeiten stehen derzeit die wirtschaftliche Bewertung des Kraftwerksprojektes, die Baufeldvorbereitungen, die Vergabeverhandlungen mit den Generalunternehmern, die Planung der Netzanschlüsse für Strom und Gas sowie die damit zusammenhängenden Genehmigungsverfahren. Daniel Fritsche, Geschäftsführer der Repower GuD Leverkusen, zeigt sich zufrieden: "Unsere Planungen sind schon sehr weit fort geschritten, so dass wir 2014 mit einem Investitionsentscheid rechnen können. Der Entscheid hängt sicherlich auch von den weiteren Entwicklungen der energiepolitischen Rahmenbedingungen ab."

Lanxess intensiviert der Wasseraufbereitungs-Geschäft

Der Spezialchemie-Konzern Lanxess stärkt im Chempark sein Geschäft mit Produkten für die Wasseraufbereitung. Das Unternehmen investiert rund zehn Millionen Euro in eine neue Produktionsstraße für schwach saure Kationenaustauscher und eine hochmoderne Anlage zur Abfüllung und Verpackung. Schwach saure Kationenaustauscher sind funktionalisierte Polymerperlen, die die Qualität, aber auch den Geschmack von (Trink-)Wasser verbessern. Sie kommen unter anderem in Haushaltswasserfiltern zum Einsatz. Die Baumaßnahmen, mit denen die Produktionskapazität für schwach saure Kationenaustauscher am Standort Leverkusen um mehr als 30 Prozent erhöht werden, sollen bis Mitte 2014 abgeschlossen sein.

Die 100-prozentige Lanxess-Tochter Saltigo hat erst kürzlich ihre Unternehmenszentrale von Langenfeld nach Leverkusen verlegt. Mit dem Umzug des Feinchemie-Spezialisten baut Lanxess Leverkusen als seinen weltweit wichtigsten Unternehmensstandort für den Megatrend Landwirtschaft weiter aus. 17 der hier ansässigen 43 Lanxess-Betriebe stellen mit rund 1.400 Mitarbeitern unter anderem Produkte her, die nach der Weiterverarbeitung in der Landwirtschaft eingesetzt werden. Die Saltigo produziert in Leverkusen Wirkstoffe für Insektizide, Fungizide, Herbizide und Insektenabwehrmittel. Das Unternehmen plant, bis 2015 in Leverkusen insgesamt bis zu 100 Millionen Euro in das Geschäft mit Agrowirkstoffen zu investieren.

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