Chempark Dormagen Bayer plant Erweiterung der Salzsäure-Anlage in Dormagen
Bayer Material Science hat die Genehmigung zur Erweiterung und zum Betrieb seiner Salzsäure-Anlage am Standort Dormagen erhalten. Die Bezirksregierung Köln erteilte den entsprechenden Bescheid jetzt nach eingehender Prüfung. Damit kann das Unternehmen die europaweite Vermarktung von Salzsäure weiter vorantreiben. Diese fällt bei der Produktion von Polyurethan-Rohstoffen als Nebenprodukt an.
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Leverkusen - Die zusätzliche Menge Salzsäure wird sich durch die im Bau befindliche Großanlage zur Herstellung von TDI (Toluylendiisocyanat) erhöhen. Die Salzsäure wird zukünftig verstärkt innerhalb und außerhalb des Chempark Dormagen als Ausgangsstoff für andere Produktionen zur Verfügung stehen. Die Erweiterung der Salzsäure-Anlage erfolgt im laufenden Betrieb und wird in der zweiten Hälfte 2014 beendet sein.
"Wir sind froh, dass das Genehmigungsverfahren erfolgreich abgeschlossen wurde. Die Erweiterung hat große Bedeutung für den Ausbau der europaweiten Salzsäure-Vermarktung und ist ein wichtiger Mosaikstein für die Inbetriebnahme des neuen TDI-Betriebs", erklärt Andreas Amling, Leiter Basic Chemicals bei Bayer Material Science.
Das Unternehmen investiert derzeit rund 250 Millionen Euro in eine neue TDI-Anlage. Die Chemikalie wird als Vorprodukt für die Herstellung von Polyurethan-Weichschäumen benötigt, aus denen viele Alltagsprodukte wie Matratzen und Autositze bestehen. Inklusive der Pläne weiterer Unternehmen im Umfeld zur Errichtung von Betrieben, die mit der TDI-Produktion in Verbindung stehen, beläuft sich die Gesamtinvestition im Chempark auf über 400 Millionen Euro.
Salzsäure-Anlage wichtiger Teil der Investitionen in die TDI-Produktion
Dormagen wird von Bayer Material Science zum europaweiten Schwerpunkt der TDI-Produktion ausgebaut. Dies sei weit mehr als der Neubau der TDI-Anlage, denn der Betrieb benötige einen entsprechenden Verbund, der eingebettet ist in eine passende Infrastruktur. "Die erweiterte Salzsäure-Anlage fügt sich dementsprechend optimal in unser umfassendes Konzept einer Ver- und Entsorgung der TDI-Anlage ein", so Dr. Steffen Kühling, Programm Manager des TDI-Projekts in Dormagen. "Hier wird ein anfallendes Nebenprodukt ökonomisch und ökologisch sinnvoll weiter genutzt."
Die nun erteilte finale Bau- und Betriebsgenehmigung war zugleich die letzte ausstehende Zulassung für Bayer Material Science im Rahmen der TDI-Investition und den daraus entstehenden Nebenprojekten. Die Bescheide für die neue Hauptanlage sowie den ebenfalls vergrößerten Versandbetrieb waren zuvor bereits erteilt worden.
Das Ziel: Ausbau der europaweiten Salzsäure-Vermarktung
Die Inbetriebnahme der neuen Anlage ist der erste Schritt in Richtung Ausbau der europaweiten Salzsäure-Vermarktung. Die bei der Polyurethan-Produktion anfallende Salzsäure wird zum einem für den eigenen Bedarf bei Bayer Material Science wiederverwertet. Zudem wird die verbleibende Menge auch an andere Firmen innerhalb und außerhalb des Chemparks geliefert. So baut das finnische Unternehmen Kemira derzeit am Standort Dormagen eine Anlage für Chemikalien zur Wasseraufbereitung.
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