Katalysator-Recycling BASF baut Katalysator-Recycling in Cinderford, England, aus

Redakteur: Dominik Stephan

Neues Hochleistungsequipment für die Katalysatoren-Rückgewinnung verdoppelt die Produktionskapazität der BASF-Edelmetallrecyclinganlage in Cinderford/Großbritannien. Mittels der neuen Technologie könne nicht nur eine größere Menge Ausgangsmaterial verarbeitet, sondern auch die Ausbeute gesteigert werden, so die Firma.

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Detailaufnahme eines Drei-Wege-Katalysators: Die Basf-Anlage in Cinderford dient hauptsächlich der Rückgewinnung seltener Metalle aus Katalysator-Schrott.
Detailaufnahme eines Drei-Wege-Katalysators: Die Basf-Anlage in Cinderford dient hauptsächlich der Rückgewinnung seltener Metalle aus Katalysator-Schrott.
(Bild: BASF / eye of science)

Cinderford/Großbritannien – Die Ludwigshafener haben mit neuer Technologie zum Zermahlen und Entfernen der Ummantelung von Katalysatoren (dem sogenannten „decanning“) ihr europäisches Zentrum für die Katalysator-Rückgewinnung erheblich aufgewertet. Das Werk im englischen Cinderford dient vor allem dem Recycling wertvoller Platingruppenmetalle wie Platin, Palladium und Rhodium aus gebrauchten gebrauchter Auto-Katalysatoren.

„Durch die Verbesserung unserer Produktionsinfrastruktur haben wir die Durchlaufleistung unserer Anlage in Cinderford signifikant erhöht. Gleichzeitig haben wir für unsere industriellen Kunden die Bearbeitungszeit verbessert, in der sie ihre Metalle zurückerhalten, was wiederum einen verbesserten Cashflow ermöglicht“, sagt David Freidinger, bei BASF verantwortlich für das Geschäftsfeld Edelmetallrecycling und -raffinierung. „Außerdem ermöglicht die Investition in neuestes Equipment für das Zermahlen und das Scheren es uns, mit dem steigenden Volumen gebrauchter Autokatalysatoren Schritt zu halten, welches in den kommenden Jahren auf den Markt kommen wird.“

Automobilkatalysatoren gehören zu den Produkten, die einen großen Anteil von Platingruppenmetallen nutzen: mehr als die Hälfte der Platingruppenmetalle, die jährlich in Minen weltweit gefördert werden, kommen hier zum Einsatz. Wenn ein Fahrzeug verschrottet wird, kann das Edelmetall aus dem Katalysator recycelt werden. Dies stellt eine nachhaltige sekundäre Quelle für die weltweit nur begrenzt verfügbare Ressource dar.

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