Vollautomatisierte Tablettenproduktion
Der Shopfloor wird smart: Glatt und Bayer digitalisieren Operator-Intelligenz

Von Manja Wühr 7 min Lesedauer

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Schwere Container schieben und Materialien manuell zuführen, gehört bei Bayer der Vergangenheit an – zumindest in der neuen Tablettenproduktion Solida 1. Hier arbeitet die Intralogistik vollautomatisch. Möglich macht das eine einzigartige Software-Lösung, die die robotergestützten Systeme für den Materialfluss orchestriert.

Blick in Bayers neue Tablettenproduktion Solida 1 während der Bauarbeiten: Die Roboter und Hubsäulen für das Materialhandling werden eingerichtet.(Bild:  Bayer)
Blick in Bayers neue Tablettenproduktion Solida 1 während der Bauarbeiten: Die Roboter und Hubsäulen für das Materialhandling werden eingerichtet.
(Bild: Bayer)

In den Tablettenproduktionen hier in Deutschland und rund um die Welt schieben Operateure schwere Fässer und Container in Reinräume und sorgen dafür, dass jede Produktionsanlage zur rechten Zeit mit den richtigen Materialien gefüttert wird. Was einfach klingt, ist allerdings äußerst anspruchsvoll. Das hochqualifizierte Fachpersonal trägt viel Verantwortung und ist zudem rar gesät. Eine falsche Entscheidung, ein vermeintlich kleines Versäumnis und eine ganze Charge – mitunter sehr teurer – Medikamente und Vorprodukte ist unbrauchbar.

Um menschliche Fehler im Shopfloor zu minimieren, tüfteln Pharmaunternehmen und Anlagenbauer an umfassenden Automatisierungskonzepten. Dem Pharmahersteller Bayer ist mit seiner neuen Tablettenproduktion Solida 1 im Chempark Leverkusen ein wichtiger Meilenstein in Richtung „Lights-out Factory“ gelungen. Möglich macht dies ein neu entwickeltes System von Glatt, das die Orchestrierung der Intralogistik übernimmt. Von Anfang an dabei waren Anton Kopitzsch, Team Lead Automation Engineering bei Glatt in Weimar, und sein Kollege Thomas Geier, Produkt- und Business Develompent Manager Automation & Digital Solutions, aus Binzen.