SIL in der Praxis Auf der sicheren Seite: So setzen sie individuelle SIL-Level wirtschaftlich um
Mit dem weltweit einheitlichen Safety Integration Level (SIL) soll das Gefährdungsrisiko von Produktionsanlagen für Mensch und Umwelt weiter reduziert werden. Kunden, die die teils aufwändige SIL-Implementierung nicht selbst übernehmen wollen, sollten beim Kauf einer Abluftreinigung am besten einen Lieferanten wählen, der auch gleich die Sicherheitsbetrachtung übernimmt. So lassen sich individuelle Sicherheitslevels am wirtschaftlichsten umsetzen.
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Bereits vor über zehn Jahren fand in der Sicherheitstechnik ein Umbruch von nationalen hin zu internationalen Regeln statt. Während die teils sehr detaillierten neuen Regelwerke in Großkonzernen schnell und systematisch umgesetzt wurden, bleibt eine konsequente SIL-Anwendung in Firmen ohne einschlägige Fachabteilungen vielfach weiter auf der Agenda.
Eine Alternative zur Durchführung mit spezialisierten Ingenieurbüros oder Beratern können Anlagenhersteller wie Dürr sein. Sie liefern Abluftreinigungsanlagen und SIL als integrierte Lösung. Dazu kombinieren sie grundlegendes Sicherheits-Know-how aus dem Anlagenbau mit entsprechenden Erfahrungen aus vielfältigen Kundenapplikationen. So lässt sich SIL als Lieferung aus einer Hand umsetzen.
Die nötigen Normen für Sicherheit und Risikominimierung
Die technologie- und anwendungsorientierte Norm IEC/DIN EN 61508 (VDE 0803) sowie die Norm IEC/DIN EN 61511 (VDE 0810) sind seit 2004 gültig. Sie sollen Risiken und Schäden an Anlagen, von denen eine Gefahr für Mensch und Umwelt ausgeht, weltweit einheitlich minimieren. Hintergrund sind u.a. die immer höheren Automatisierungsgrade, die zu einer Potenzierung von Gefahren führen können.
Funktionale Sicherheit mit SIL
Warum SIL keine Pflicht, aber trotzdem ein Muss ist
Erfahrungen zeigen, dass der Fokus auf einzelne Produkte und Komponenten innerhalb von Maschinen und Anlagen nicht ausreicht. Für eine konsequente Gefahrenreduzierung ist vielmehr die gesamte Prozesskette zu betrachten.
Was steht in der EN 61511?
Besonders relevant für die Prozessindustrie ist dabei die Norm IEC/DIN EN 61511 (VDE 0810) mit ihrem Schwerpunkt beim Sicherheitslebenszyklus (Safety Life Cycle). Im Grundsatz stellt DIN 61511 drei grundsätzliche Forderungen:
- systematische Fehler vermeiden,
- die Rate zufälliger Fehler bestimmen,
- entsprechende Anpassungen der Systemarchitektur. (Grafik 1)

Diese DIN-EN-Norm setzt auf der IEC-Regelung 61508 für Funktionale Sicherheit auf. Die wesentlichsten Neuerungen sind neben dem Sicherheitslebenszyklus die Einführung abgestufter Sicherheitskategorien – so genannter Safety Integrity Levels, kurz SIL.
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