Sicherheit/Ex-Schutz

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Herr Bunse, warum sind Metallstäube so gefährlich?

Roland Bunse erklärt, warum Metallstäube so gefährlich sind.
Roland Bunse erklärt, warum Metallstäube so gefährlich sind.
(Bild: Rembe)

„Herkömmliche Kenndaten wie der maximale zeitliche Druckanstieg (KSt-Wert) und der maximale Explosionsdruck (Pmax) sagen bei Metallstäuben nicht immer etwas über die Auswirkungen einer Metallstaubexplosion aus. Vielmehr müssen Verbrennungstemperaturen und kalorische Verbrennungsenergien mitbetrachtet werden. Bei Untersuchungen für Schutzsysteme zeigen z.B. Stahlstrahlstäube mit geringen Explosionskenndaten (Pmax: 3,7 bar; KSt-Wert: etwa 30 bar·m/s) ein extremes thermisches Verhalten, das sogar zum Durchschweißen an Apparatebauteilen führt. Gründe hierfür sind u.a. hohe Sauerstoffaffinitäten und relativ große Partikel, die lange Flammenstandszeiten generieren.

Ähnliches gilt für Leichtmetalle. Bislang sind nahezu alle Unterdrückungssysteme für Metallstaubexplosionen ungeeignet. Insbesondere bei flammenlosen Druckentlastungseinrichtungen schreibt die Prüfnorm DIN EN 16009 inzwischen Untersuchungen mit den vorliegenden Stäuben unter realen, praxisnahen Einsatzbedingungen vor. Rembe hat daher das Q-Rohr gemäß der neuen Anforderungen so optimiert, dass die Vorgaben der DIN EN 16009 in verschiedenen Prüfszenarien erfüllt werden. Rembe ist derzeit weltweit der einzige Hersteller, der Schutzsysteme für Metallstaubexplosion im Programm hat.“

Roland Bunse, Head of Explosion Protection Department, Rembe

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