Technische Gase Air Liquide baut neue Luftzerlegungsanlage in Russland
Der russische Markt für technische Gase wächst jährlich um fünf Prozent. Air Liquide hat in den vergangenen Jahren bereits 150 Millionen Euro in diesen Markt investiert. Mit dem Bau einer neuen Luftzerlegungsanlage in der Sonderwirtschaftszone Alabuga setzt das Unternehmen seine Entwicklung in Russland fort.
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Alabuga/Tatarstan - Die geplante Luftzerlegungsanlage soll pro Tag 40 Tonnen gasförmigen Sauerstoff zur Pipeline-Versorgung der Glasfaserfertigung des Neukunden Preiss-Daimler-Tatneft produzieren sowie 200 Tonnen flüssigen Sauerstoff und flüssigen Stickstoff, die per Lkw an Kunden in der Region geliefert werden.
Die Sonderwirtschaftszone Alabuga 900 km östlich von Moskau in der Republik Tatarstan wurde 2005 geschaffen, um die wirtschaftliche Entwicklung dieser Republik sowie der Russischen Föderation zu unterstützen. In dieser dynamischen Region, deren Ziel die einfachere Umsetzung bedeutender Industrieprojekte ist, haben sich bereits neun Unternehmen niedergelassen; letztlich sollen es 40 sein.
Die Investitionen von Air Liquide für das Produktionsequipment und die nachgeschaltete Logistik belaufen sich insgesamt auf rund 35 Millionen Euro. Die Anlage wird laut Planung in der ersten Jahreshälfte 2011 in Betrieb genommen werden.
Guy Salzgeber, Mitglied des erweiterten Vorstands von Air Liquide und Vice-President European Industrial Business, erklärte: „Der russische Markt stellt ein attraktives Wachstumspotenzial dar und Air Liquide beabsichtigt, seine Entwicklung in diesem Land fortzusetzen. In der aktuellen Situation sind wir überzeugt, dass diese Investition einen Beitrag zur wirtschaftlichen Dynamik dieser Region leisten wird. Dieses Projekt steht im Einklang mit der langfristigen Vision des Konzerns zur Nutzung der in Schwellenländern bestehenden Wachstumschancen von morgen.“
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