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Der deutsche Chemieriese hat ehrgeizige Ziele: Bis 2020, so sieht es die Unternehmensstrategie vor, soll der Umsatz auf 115 Milliarden Euro anwachsen (von nicht ganz 79 Milliarden Euro 2012). 45% davon sollen aus Schwellenländern kommen. Dabei war zuletzt das Chinageschäft der BASF hinter den Erwartungen zurückgeblieben: Noch 2012 beklagte der Konzern einen Rückgang der Wachstumsraten unter anderem in China, Indien und Brasilien. Bei einzelnen Basisstoffen wie EPS sieht Brudermüller sogar Anzeichen von Überkapazität in China.
Nicht zuletzt deswegen blieben die europäischen Standorte, besonders die beiden Flaggschiffe Antwerpen und Ludwigshafen für BASF von zentraler Bedeutung: 2011 wurde die Kapazität der Ecoflex-Anlage in Ludwigshafen auf 74.000 Tonnen pro Jahr erhöht. Bis Oktober 2013 sollen auch die Dämmstoffproduktion von Neopor-Schäumen auf rund 60.000 Jahrestonnen gesteigert werden.
Wachstumsbranchen – Nicht nur Regional
Umso wichtiger sei die Investition in Wachstumsbranchen und Märkte: So sollen Spezialkunststoffe gezielt für Kunden in der Windenergie helfen, vom enormen Wachstum von durchschnittlich sieben Prozent pro Jahr der alternativen Energien zu profitieren. Dabei reicht diese Entwicklung längst über Europa hinaus: 2010 wurden in China mehr neue Windenergieanlagen gebaut als in allen anderen Ländern der Welt.
Jetzt hofft die Chemiebranche, dass die immer größeren und aufwändigeren Rotoren und Turmbauten neue Materialien und Beschichtungen benötigen: BASF sieht in diesem Sektor ein großes Potential für zweikomponentige Epoxidharz-Systeme der Marke Baxxodur sowie den Kerdyn, einen Strukturschaum auf Polyethylenterephthalat-(PET)-Basis. Damit, so Brudermüller in Ludwigshafen, könnte ein Umsatzpotential von 300 Millionen Euro bis 2020 erschlossen, werden.
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