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Wo liegen die großen Herausforderungen?
Höhepunkte der Konferenz sind das Executive Forum am ersten Tag und die Plenarvorträge des darauffolgenden Vormittags. Welche Themen werden hier behandelt?
Zimmer: Während des Executive Forums und der Keynotespeaches behandeln wir die großen Herausforderungen in der Pharmazeutischen Produktion. Es geht um Marktrealisierung, Supply-Chain-Kontrolle und die Frage: Wie kann man durch fehlende Compliance hervorgerufene Medikamentenengpässe verhindern? Letzteres ist Thema der Mc Kinsey-Experten, die auf zehn Jahre Erfahrung mit ihrer Pobos-Datenbank zurückblicken. Sie behandeln das spannende Thema: Wie kann der als Zielkonflikt wahrgenommene scheinbare Widerspruch zwischen Lean Production und Compliance aufgelöst werden? Plenarsprecher Prof. Dr. Wolfram Carius, Sanofi Frankfurt, wird die Herausforderungen in der Biopharmazeutischen Industrie beleuchten. Ein weiteres Highlight wird der Vortrag von John Pinion von Roche sein. Roche wird im Augenblick innerhalb der Community als sehr innovativ wahrgenommen, als Unternehmen, das es geschafft hat, seine Qualitätssicherungssysteme komplett neu aufzustellen.
Und worum wird es in den Parallelsessions gehen?
Zimmer: Schwerpunkte der Parallelsessions sind „Quality by Design“, „Quality Risk Management“ und „Facilities of the Future“. Beispielsweise behandeln wir das Thema „Verwendung von Einmalartikeln in der Produktion„ in den Sessions Quality Risk Management und Facility of the Future. Hier stellen wir an praktischen Beispielen dar, wie man eine Umstellung von konventionell auf Single Use durchführt, also ein Post Approval Change Management aufbaut und wie eine Kostenrechnung aussehen kann. Wenn man nämlich durch solche Ansätze die Reinigungsvalidierung vereinfachen kann, spart das unter Umständen eine Menge Kosten. Darüber hinaus wird es auch um neue Ansätze für die kontinuierliche Produktion gehen, insbesondere in der Biotechnologie. Wir legen besonderen Wert darauf, dass hier Informationen vermittelt werden, die von besonderem Interesse für Praktiker, also Betriebsingenieure, Produktionsmanager, Fertigungsmeister und andere technische Personen auf der Betriebsebene sind.
Sie adressieren sowohl Praktiker als auch die Managementebene. Was nehmen die unterschiedlichen Teilnehmergruppen mit nach Hause?
Zimmer: Die gesamte Konferenz schlägt einen Bogen beginnend mit regulatorischen Anforderungen und deren Bedeutung für die Praxis bis hin zu den möglichen Konsequenzen für Firmen und die Arzneimittelversorgung bei deren Nichtbeachtung. Auf diese Weise fördern wir den Dialog zwischen Praktikern und Management. Das Management lernt, dass Lean Production und Compliance kein Widerspruch sein müssen. Die Praktiker lernen an Best-Practice-Beispielen die Umsetzung im Betrieb. ●
* Das Gespräch führte Anke Geipel-Kern, Stellvertretende Chefredakteurin PharmaTEC.
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