Anlagenmanagement

Wie Sie den Weg zum effizienten Anlagenmanagement finden

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Jedem Gerät bzw. Objekt sind in der Datenbank weitere Informationen wie Bedienungsanleitungen, Datenblätter und Detailpläne angehängt. Dadurch wird ein effizientes, durchgängiges Datenmanagement erzielt und die Dokumentenprüfung deutlich vereinfacht. So erfolgt die Ordnungsprüfung der Typ-A-Abnahme im Vergleich zu früher deutlich schneller.

Einen weiteren Vorteil erzielte das Unternehmen mit dem Aufbau eines sogenannten Motor Workflows. Damit werden etwa 3500 unterschiedliche Antriebe – vom Rührermotor bis zum Pumpenmotor – mit der Software verwaltet. Die einzelnen Motoren sind dabei als Objekte in der digitalen Anlagenwelt integriert, d.h. jeder Motor ist inklusive sämtlicher Informationen in den entsprechenden Plänen, z.B. von Gebäuden, Schaltschränken und EMR, automatisch abgebildet.

Durch wenige Klicks kann der Software-Nutzer alle hinterlegten Daten aufrufen und erhält somit schnell die relevanten Informationen zu dem von ihm ausgewählten Motor. So liegen beispielsweise dem Instandhaltungsmitarbeiter bei einem Motorentausch alle notwendigen Informationen in übersichtlicher Form vor. Muss bei einem Austausch auf einen anderen Motorentyp zurückgegriffen werden, kann der Mitarbeiter schnell überprüfen, ob der selektierte Motor für diese Umgebung geeignet ist, oder ob er weitere Anpassungsmaßnahmen er- bzw. auf einen anderen Motorentyp zurückgreifen muss.

Datenkonsistenz ist gesichert

Auf die Vorteile der Software angesprochen, sagt Andreas Becker: „Zurzeit bearbeiten wir – neben vielen kleinen Projekten – einige Projekte, in denen veraltete Leitsysteme ausgetauscht werden. Dabei müssen neben den R&I-Fließbildern bis zu 150 EMR-Loops neu erstellt werden. Durch die Verwendung von Comos können wir diese Loops deutlich schneller realisieren.“ Daneben wurde ein durchgängiges Engineering erzielt, wobei unterschiedliche Gewerke parallel mit einheitlichen und konsistenten Daten arbeiten. Dies hat die Fehlerquellen minimiert und die Projekte werden schneller umgesetzt. Bei gleichbleibenden Systemkosten wird mit dieser Softwarelösung ein deutlich höherer Funktionsumfang sowie eine wesentlich bessere Qualität im Datenmanagement erzielt.

Insgesamt arbeiten bei Cognis zwei Administratoren sowie 58 Benutzer mit der Software. Bis dato wurden 135 000 Zeichnungen, 600 R&Is, 10 000 EMR-Loops sowie 3000 Stromlaufpläne in das Anlagenmanagement-System integriert. In Zukunft plant das Unternehmen, auch die Rohrklassen, die Gebäudeanlagen sowie die Bus-Systeme mit der Software zu verwalten und zu dokumentieren. Denn gerade der vermehrte Einsatz von großen Netzwerken und W-LAN-Technologie in Industrieanlagen erfordert in Zukunft eine durchgehend systematisierte Art der Dokumentation. ●

* Der Autor ist Manager Marketing Communications Comos Indus- try Solutions, Siemens Industry Automation Division, Nürnberg.

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