Rohrleitungen verbinden

Wie geklebte Rohrleitungsverbindungen über die Lebensdauer der Anlage halten

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Der Klebevorgang mit Diffusionsklebstoff wird oft als „chemisches Schweißen“ bezeichnet. Der Begriff beschreibt den Vorgang treffend, denn wie beim Schweißen wird das Material der Rohre und Fittings verflüssigt und anschliessend stoffschlüssig verbunden. Erreicht wird diese Stoffschlüssigkeit vor allem durch die Klebstoffzusammensetzung. Die von GF Piping Systems eingesetzten Klebstoffe enthalten bis zu 20 % des Rohmaterials, aus dem auch die Fittings und Rohre bestehen. Beim herkömmlichen Schweißen wird Hitze zugeführt, um den Vorgang anzustoßen. Beim Kleben sorgen die Lösungsmittel des Klebstoffs für die Verflüssigung.

Vielseitige Einsatzgebiete von Klebstoff in der Verbindungstechnik

Im Jahr 1952 brachte Georg Fischer die ersten PVC-Fittings auf den Markt. Bei deren Entwicklung beschäftigte man sich auch intensiv mit neuen Verbindungstechnologien. So entstand die Rezeptur, aus der später der Klebstoff Tangit hervorging.

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1964 ging GF Piping Systems eine Partnerschaft mit dem weltweit größten Klebstoffhersteller Henkel ein. Gemeinsam wird bis heute aktiv an der Weiterentwicklung von Verbindungstechnologien gearbeitet. Über eine Milliarde erfolgreich installierter Verbindungen belegen die Zuverlässigkeit der Klebeverfahren und das Vertrauen der Anwender in die Technologie. Diese überzeugt vor allem durch einfache Handhabung sowie hohe Chemikalien- und Temperaturbeständigkeit. Zwei in Österreich realisierte Projekte illustrieren exemplarisch die Vielseitigkeit der Klebetechnologie im industriellen Rohrleitungsbau:

Körner Chemieanlagenbau war mit der Errichtung einer Anlage zur Entfettung und Vorbehandlung von Metallteilen vor dem Verzinken beauftragt. Bei der Zinkbad-Vorbehandlung kommen neben einem Wasserbad auch Laugen und Säuren zum Einsatz, außerdem müssen Absaugleitungen zur Rückleitung von Dämpfen an die Abluftwäscher installiert werden. Die Lösung umfasste Rohrleitungssysteme aus PVC-U, geklebt mit Tangit, manuell betriebene Kugelhähne sowie Dienstleistungen von der Materialprüfung und Werkstoffempfehlung bis hin zu Verlegeüberwachung und Onsite-Support. PVC-U konnte in diesen aggressiven Anwendungsbedingungen durch die hohe Beständigkeit gegen Chemikalien überzeugen. Die Anlage ging 2006 in Betrieb und arbeitet bis heute ohne Beanstandungen.

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