Recycling

Wie eine wirtschaftliche Schlacke-Aufbereitung mit Prallzerkleinerung gelingt

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Ausschlaggebend für die Wahl der Maschinentechnik war jedoch ein anderer Effekt: Wenn der im Krefelder Werk eingesetzte, normalerweise amagnetische bis schwach magnetische Stahl mit hoher Geschwindigkeit auf eine feste Wand prallt, wird er für kurze Zeit magnetisch. So kann er nach der Zerkleinerung mit herkömmlichen Magnetabscheidern von mineralischen Stoffen separiert werden.

Ab in den Brecher

In der vorhandenen Aufbereitungsanlage in Krefeld waren für die Grobzerkleinerung zwei hintereinander geschaltete Kegelbrecher vorhanden, die weiterhin genutzt wurden. Im Januar 2011 ging der Rotorschleuderbrecher für die Nachzerkleinerung in der vorhandenen Anlage in Betrieb.

Die beiden Kegelbrecher brechen das Material, das anfangs bis zu 60 mm Durchmesser hat, auf eine Korngröße von weniger als 22,4 mm herunter. Steine und Metallstücke über 60 mm Durchmesser, die von Magneten zunächst nicht sicher separiert werden können, werden an einer Lesestation manuell aussortiert. Steine werden später mit einem mobilen Backenbrecher zerkleinert und der Anlage wieder zugeführt. Die Qualität der Handsortierung hat dabei erheblichen Einfluss auf die Betriebssicherheit und die Verfügbarkeit der Brechaggregate.

Für die Separation hinter jeder Stufe gelten drei Kriterien:

  • Unmagnetisches Material ist reine Schlacke und wird zwischen den einzelnen Zerkleinerungs- und Separationsstufen ausgeschleust.
  • Magnetisches Material (das immer Schlackenanhaftungen hat) mit einer Körnung, die für die folgende Stufe geeignet ist, wird dort weiter zerkleinert oder abgereinigt.
  • Magnetisches Material, das noch zu groß für die folgende Stufe ist, wird gezielt in die Anlage zurückgeführt.

Der Rotorschleuderbrecher erhält auf diese Weise ein Gemisch der Körnung 4 bis 22,4 mm aus reinem Metall und Metall mit Schlackeanhaftungen, das selektiv zerkleinert werden muss.

Im Rotorschleuderbrecher ist ein kompakter Rotor mit zwei Schleuderkammern auf einer vertikal gelagerten Welle montiert. Das Aufgabegut wird von oben mittig zugeführt und im Rotor von den beiden Schleuderkammern aufgenommen. Aufgrund der hohen Umfangsgeschwindigkeit des Rotors wird das Material stark nach außen beschleunigt und prallt auf die feststehende Ringpanzerung des Außengehäuses.

Dabei wird das Aufgabegut in erster Linie durch den gerichteten, einmaligen Aufprall eines jeden Aufgabekorns auf die feststehende Wand zertrümmert und so von den Metallteilen getrennt. Wie bei allen Prallzerkleinerungsanlagen entsteht dabei ein sehr gut kubisch geformtes Korn. Das zerkleinerte Material wird aus der Austrittsöffnung der Maschine herausgeschleudert.

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