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Verbesserte Überwachung der Arzneimittelherstellung
Die Umgebung bei der Arzneimittelherstellung ist sehr empfindlich und wird streng reguliert. Die kleinsten Fehler können Patienten gefährden. Dies kann für Arzneimittelhersteller nicht nur katastrophale kommerzielle und rechtliche Folgen haben, sondern auch einen Imageschaden mit sich bringen.
Vor ein paar Jahren musste ein globaler Pharma-Riese über eine halbe Million Tabletten wegen Mängeln bei der Verpackung und der Qualitätskontrolle zurückgerufen. Die Digitalisierung und Automatisierung können solche Fehler in Zukunft vermeiden, wodurch auch die negativen finanziellen Auswirkungen und die Rufschädigung der Vergangenheit angehören.
Sensoren und Robotik wurden eingeführt und in ein Hochverfügbarkeits-Rechenzentrum investiert, sodass Datenübertragungsprobleme zwischen den einzelnen Einheiten vermieden werden. Somit ist eine vollautomatisierte Fertigungslinie entstanden, die außerdem die Wartung von Reinraumprozessen, die Erfassung und Verwaltung elektronischer Chargenaufzeichnungen und die Analyse der Prozessleistung (durch Ursachenanalyse) vereinfacht.
Digitale Technologie für vereinfachte Compliance
Die Arzneimittelherstellung unterliegt strengen gesetzlichen Auflagen, deren Einhaltung durch Pharma 4.0 vereinfacht werden kann. Ein Arzneimittelhersteller hat beispielsweise digitale Sensoren für die visuelle und chemische Kontrolle sowie die Überwachung der Umgebung und der Temperatur in den gesamten Herstellungsprozess integriert. Dadurch ist die Compliance-Berichterstellung automatisiert worden, die vorher durch eine kostenintensive, manuelle Überwachung erstellt wurde.
Zur Überprüfung der automatisierten Berichterstattung werden aktuell noch weitere manuelle Tests von einer externen Agentur durchgeführt. Dies hat nicht nur wichtige Gelder für Investitionen in andere Unternehmensbereiche freigesetzt, sondern auch Mittel für Alarmvorrichtungen verfügbar gemacht. Somit werden Werte gemeldet, die außerhalb von definierten Toleranzen liegen, was das frühzeitige Eingreifen in den Produktionsprozess ermöglicht. Das Risiko einer Kontamination als auch von Fehlern bei der Formulierung pharmazeutischer Wirkstoffe und die damit verbundenen Kosten werden minimiert.
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