Marktzahlen: Industriearmaturen Weltwirtschaft bremst deutsche Hersteller von Industriearmaturen aus
Deutsche Industriearmaturenhersteller konnten im Verlauf des ersten Halbjahres kein Umsatzwachstum verzeichnen. Kräftige Einbußen erlitt die Branche laut VDMA vor allem im Inland. Aber auch das Exportgeschäft wächst nur verhalten.
Anbieter zum Thema

Frankfurt a.M. – In erste Jahreshälfte lief für die deutschen Hersteller von Industriearmaturen eher schleppend. Das Geschäft im Inland ging um 4 Prozent zurück. Und das traditionell starke Exportgeschäft konnte, bedingt durch die schwächeren Umsätze in den wichtigen Auslandsmärkten der BRIC-Staaten, diesen Verlust nicht ausgleichen. Damit stagnierte der Gesamtumsatz auf Vorjahresniveau.
In den einzelnen vom VDMA statistisch erfassten Produktgruppen entwickelten sich die Umsätze in diesem Zeitraum unterschiedlich. Bei den Absperrarmaturen gingen sie um zwei Prozent zurück. Die Hersteller von Regelarmaturen verzeichneten ein leichtes Plus von zwei Prozent und der Umsatz von Sicherheits- und Überwachungsarmaturen stieg um immerhin 8 Prozent.
Export: Keine Impulse aus China
Der traditionell hohe Exportanteil der in Deutschland produzierten Industriearmaturen macht die Hersteller abhängig von der Entwicklung der Weltwirtschaft. Das Wirtschaftswachstum des wichtigen Exportmarktes China hatte sich zuletzt verlangsamt, viele deutsche Unternehmen spüren die Konjunkturschwäche als geringere Nachfrage. Generell war auch bei Investitionen aus Deutschland eine Zurückhaltung zu spüren. Die Industriearmaturen-Ausfuhren nach China gingen um 3,4 Prozent zurück auf 235,9 Millionen Euro.
Auch der Export in die USA konnte nicht mit Zuwachsraten (- 0,3%) punkten und stagnierte mit einem Volumen von 155,4 Millionen Euro fast auf Vorjahresniveau. Hauptverursacher war wie schon Anfang 2014 ein Konjunktureinbruch zu Jahresbeginn 2015. Vor allem in der amerikanischen Öl- und Gasindustrie, die in der jüngeren Vergangenheit noch zu den dynamischsten Sektoren der amerikanischen Wirtschaft zählte, wird angesichts des Preisverfalls bei Erdöl nur noch sehr verhalten investiert.
(ID:43602652)