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Vakuumpumpen

Welche Vakuumpumpe passt zu welchem chemischen Verfahren?

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Robuste Systeme verkraften Überraschungen

Vakuumpumpen mit Atex-Zulassung, wie sie in der Großchemie längst Standard sind, sind auch von Gardner Denver Nash zu haben. Alle Produkte des Unternehmens gibt es mit Zertifikat. Ursprünglich auf Flüssigkeitsringpumpen spezialisiert, bietet der Hersteller inzwischen zahlreiche weitere Typen wie Wälzkolben-, trockenlaufende Schrauben- und mehrstufige Hybridsysteme für unterschiedliche Anforderungen an.

Welches Prinzip ist für welche Anwendung prädestiniert? Key-Account-Manager Christoph Weber nennt ein entscheidendes Auswahlkriterium: „Je mehr Unsicherheiten bestehen, desto wichtiger ist ein möglichst robustes System.“ Sind korrosive oder schlichtweg unbekannte Stoffe denkbar? Ist das Verfahren sehr neu und sind diverse Verfahrensumstellungen zu erwarten? Alles Argumente für die Flüssigkeitsringpumpe, die jedoch auch Nachteile hat. Nicht immer findet man eine für die jeweilige Anwendung prozessverträgliche Betriebsflüssigkeit.

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Wer umgekehrt von vorneherein auf trockene Systeme setzt, sollte sich sicher sein, dass korrosive oder abrasive Medien – auch kurzzeitig – auszuschließen sind. „Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, einen Verdichter zu zerstören“, warnt Weber. Auch bei den Betriebskosten wägt er ab: „Allein der üblicherweise bessere Wirkungsgrad, etwa von trockenlaufenden Systemen, belegt noch nicht, dass sie in der Cost-of-Ownership überlegen sind. Die Stabilität des Prozesses und damit die möglichst geringen Stillstandszeiten der Anlage sind oft ausschlaggebend.“

An der individuellen Konzeptionierung der Vakuumtechnik komme man nicht vorbei – nicht zuletzt, weil in vielen Chemieunternehmen Fachleute für Vakuumtechnik rar würden. „Zentralabteilungen, die das Wissen hatten, wurden in vielen Betrieben abgebaut. Umso wichtiger, dass wir Hersteller das Know-how einbringen, besonders wenn es um die Betriebssicherheit geht. Nicht nur der Explosionsschutz, auch Regularien wie die TA-Luft seien zu beachten. „Mit Blick auf Sicherheit und Emissionen sind in vielen Fällen magnetgekuppelte Ausführungen die beste Lösung“, meint Weber.

„Vacuum on demand“ zu günstigen Konditionen

Kundenspezifische Lösungen bedingen eine Angebotsvielfalt, die auch das Unternehmen Busch Vakuumtechnik bieten kann. Christian Hoffmann, Geschäftsführer des Schweizer Produktionswerks von Busch, sieht sein Unternehmen als Komplettanbieter und zwar nicht nur, was das Portfolio an Vakuumtechnik angeht, sondern auch im Hinblick auf Services wie Beratung und technische Expertise, Instandhaltung und Schulung sowie auf die Abdeckung aller Skalierungen vom Labor bis zur industriellen Anwendung.

Neben trockenen Schrauben- und Flüssigkeitsring-Vakuumpumpen sowie ölgeschmierten Drehschieber-Vakuumpumpen ist aus Hoffmanns Blickwinkel das Angebot an Vakuumboostern (Wälzkolbenprinzip) für chemische Verfahren besonders relevant. Durch Kombinationen lassen sich die Pumpgeschwindigkeit steigern und das Grenzvakuum erhöhen.

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