Wenn im Wärmetauscher nichts mehr läuft, wird es wortwörtlich eng: Verkrustungen, Ablagerungen und Verblockung blockieren die Wärmeübertragung. Damit die Energie wieder fließt, müssen die Instandhalter ran. Und die brauchen – man ahnt es – selber Energie und Wasser. Ein Teufelskreis, oder? Es geht auch anders und vor allem sparsamer.
Wo ist all das Wasser hin? Rund 23 Prozent des deutschen „Wasser-Fußabdrucks“ entfallen auf die Industrie.
Man kann den Kopf in den Sand stecken oder – frei nach Lothar Matthäus – den Sand in den Kopf. Es nützt aber nichts. Pandemie, Sanktionen, Störungen in den Lieferketten: Die Welt ist anders als noch vor zwei Jahren. Die Pandemie und insbesondere der Ukraine-Krieg verursacht Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt und Störungen in den globalen Lieferketten und zu allem Überdruss sind wir immer deutlicher mit den Phänomenen einer Klimaerwärmung konfrontiert.
Wer die Zeichen der Zeit nicht versteht, kommt ins Hintertreffen. Erdgas wird für die Industrie Europas zu einem sehr verknappten Gut, sodass die Industrie zu Alternativen greifen wird müssen. Alternativen, Ausweg aus dem Erdgasdilemma könnten Kohle, Kernkraft und Rohöl schaffen. Da aber auch Rohöl bzw. Dieseltreibstoff eine ordentliche Preissteigerung hinlegt und künftig ebenfalls nicht ausreichend verfügbar zu sein scheint, sollten Industriepark-, Anlagenbetreiber sowie Dienstleister beginnen, Ausschau nach Alternativen zu halten.
2008 war aufgrund der internationalen Wirtschaftskrise eine Zäsur für die Instandhaltungsbranche: Wartungsarbeiten wurden so lange hinausgeschoben, wie nur irgend möglich. Der wirtschaftliche Einbruch für den Sektor war enorm. Die Ausgangssituation von 2008 zu 2022 ist jedoch gänzlich unterschiedlich. 2008 war es eine Finanzkriese aufgrund von Spekulationen, 2022 sind wir mit einer Rohstoffkrise konfrontiert, die uns kalt erwischt. Der Einsatz dieselbetriebener Reinigungsgeräte für Wartungsstillstände wird so gut es geht aufgeschoben werden müssen, weil der Treibstoff für die Produktion benötigt werden wird.
Jedoch ist eine rechtzeitige Instandhaltung notwendig, damit die Anlagen rund laufen, weniger störanfällig sind, und eine bessere Leistung bei geringerem Energieaufwand erzielen - insbesondere bei den Rohrbündelwärmeübertragern, die sich in Mengen in großen Industrieanlage finden. Da die Rohre kontinuierlich durchströmt werden, ist die Wärmeübertragung direkt abhängig von einem hohen Durchfluss und einer möglichst dünnen Wandstärke. Soweit, so gut – allerdings setzen sich im Betrieb Fremdstoffe ablagern und Krusten bilden würden, die nach und nach die Übertragerleistung schmälern.
Am Ende stehen unnötige Energieverluste bis zu völligen Verblockung des Rohres, gegen die widerum energieaufwändig vorgegangen werden muss.Wie es scheint eine Situation, in der sich die Katze in den Schwanz beißt – Gäbe es nicht eine Technologie, die diesen negativen Kreislauf durchbrechen könnte.
Eine mittlerweile bewährte wassergekühlte bohrende RTC-Reinigungstechnik, die gänzlich ohne Diesel auskommt, und mit nur 5 kWh Strom betrieben wird, an Stelle von ca. 450 kWh, je nach Betriebsleistung. Not macht bekanntlich erfinderisch. Dem Einsatz alternativer Reinigungstechniken sollte nichts im Wege stehen, wenn damit Aufträge gesichert werden können.
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Am umweltfreundlichsten und dazu kostenlos ist der Strom, der gar nicht erst erzeugt werden muss. Energie sparen reduziert also ebenfalls CO2-Emissionen. Und wie sieht es mit dem Wasserverbrauch aus? Der Wasser-Fußabdruck ist ein Indikator für das Wasser, welches wir zum Beispiel durch unseren alltäglichen Konsum von Kaffee, Kartoffeln, Fleisch, Milch, Papier oder Kleidung verbrauchen. Hinter den Produkten unseres täglichen Bedarfs verbergen sich so ungeahnte Wasserfluten. Gemäß Statista, einer deutschen Online-Plattform für Statistik, beträgt der Pro-Kopf-Verbrauch in Deutschland für Körperhygiene, Wäsche waschen, Raumreinigung, Essen 129 Liter pro Kopf und Tag.
Ein Wasserhochdruckgerät verbraucht pro Minute zwischen 250 und 400 Liter Trinkwasser für eine Druckwasserleistung von 1000-3000 bar, das entspricht mit 325 l/min. einem Stundenverbrauch von 19.500 l. In einer einzigen Betriebsstunde verbraucht diese Technik 151-Mal so viel Trinkwasser wie der Verbrauch eines Menschen in Deutschland (129 l) innerhalb von 24 Stunden benötigt. Man sollte sich ernsthaft überlegen, ob wir uns diesen gigantischen Verbrauch an Trinkwasser für Reinigungszwecke in der Industrie leisten wollen bzw. können.
Stand: 08.12.2025
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Eine wassersparende Alternative böte eine wassergekühlte bohrende RTC-Reinigungstechnik mit einem Verbrauch von 5-8 l/min., d.h. 6,5 l/min., also 390 Liter Verbrauch pro Stunde. Damit läge der Trinkwasserverbrauch der alternativen Reinigungstechnik pro Arbeitsstunde 3-Mal höher als der Trinkwasserverbrauch eines Menschen in 24 Stunden. Jedoch kann diese bohrende Reinigungstechnik aufgrund der Ungefährlichkeit auch mit Brauchwasser betrieben werden und somit den Trinkwasserverbrauch gänzlich eliminieren. Ein verminderter Abwasseranteil entlastet zudem Abwasseraufbereitungsanlagen und senkt mögliche Betreiberkosten.
* *Die Autorin ist Gründerin der AC Rädler Umwelttechnik