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Modulare Anlagenplanung

Vom Kern zur Hülle: Wie modulare Planung Flexibilität in die Pharmaproduktion bringt

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Modulare Trains für die Generikaproduktion

Die Vorteile modular geplanter Train-Konzepte spiegeln sich vor allem in der Effizienz der Produktion wider, wie das Beispiel eines großen Generikaherstellers in Asien zeigt. Das Pharmaunternehmen bat die Prozessexperten von Glatt India Pharma Engineering um eine Zweitmeinung in einem bereits laufenden Projekt. Dessen Planung für eine neue Produktionsstätte mit einer Produktionskapazität von 14 Milliarden Tabletten war ursprünglich schon einem Wettbewerber zugesagt worden. Das Planungsteam von Glatt überzeugte durch die Entwicklung eines Train-Konzeptes für die spezifischen Anforderungen, das die großen Kapazitäten, einzuplanende Produktwechsel, die bestmögliche Auslastung der Anlagen sowie die Optimierung der Durchlaufzeiten umfassend berücksichtigte. Besondere Herausforderung in diesem Projekt war die geforderte Geschwindigkeit bei der Realisierung. Die Planung fand baubegleitend statt. Das Konzept mündete in einem Auftrag für die Generalplanung mit möglichen Kapazitäten von

  • < 100 kg Batches für Mono- bzw. Kampagnenproduktion und Multipurpose-Produktion
  • < 300 kg Batches für Mono- bzw. Kampagnenproduktion und Multipurpose-Produktion.

Für besondere Produkte waren mehrere Wurster-Systeme erforderlich, für die ebenfalls ein eigener Train entwickelt wurde.

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Erweiterungskonzept für eine multiflexible Produktion

Der ganzheitliche Planungsansatz von Glatt eignet sich natürlich auch für den Fabrikneubau in Westeuropa und löst Aufgabenstellungen, welche die Engineering-Experten immer häufiger erreichen und bei denen die URS zwar essenzielle Rahmenbedingungen vorgibt, aber planerische Freiheiten lässt. Ein weltweit aktiver Pharmakonzern beauftragte die konzeptionelle Layout-Entwicklung für eine neue flexible Feststoffproduktion mit Anbindung an die bestehende Infrastruktur im Industriepark. In der zu planenden Produktion sollen sowohl etablierte Produkte hergestellt werden als auch der Prozesstransfer aus der Entwicklung in die Produktion möglich sein. Eine Gesamtproduktionskapazität wurde nicht vorgegeben, dafür aber eine Einstufung der herzustellenden Produkte nach Wirkstoffklassifizierung, Herstellung gemäß GMP- und FDA-Anforderungen sowie eine gewünschte Betrachtung von am Markt befindlichen Technologien zur batchweisen wie auch kontinuierlichen Herstellung. Darüber hinaus waren alle Gewerke von den Prozesstechnologien bis zur Medienversorgung modular zu planen.

Fazit: Eine ganzheitliche Planung bezieht die Möglichkeiten und Grenzen der Modularität vom einzelnen Prozessschritt bis hin zum Gebäude und der Infrastruktur ein. Dieser Ansatz ist unabdingbar für multiflexible Produktionen als Grundlage für Anforderungen der Gegenwart und der Zukunft.

* A. Rominger ist Vertriebsingenieurin Process & Plant Engineering, A. Mothes ist Abteilungsleiterin Pharmaprojekte, Bereich Design & Projektmanagement bei Glatt Ingenieurtechnik GmbH, Weimar.

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