Rückläufige Exporte Verfahrenstechnik leidet unter schwächelnder Konjunktur

Quelle: Pressemitteilung VDMA 2 min Lesedauer

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Die deutsche Verfahrenstechnik verzeichnete laut Branchenverband VDMA im letzten Jahr einen Exportrückgang. Insgesamt sieben der zehn wichtigsten Märkte weisen eine negative Veränderungsrate auf. Das Geschäft war geprägt von der wirtschaftlichen Unsicherheit, nachlassendes Interesse Chinas und der schwachen europäischen Chemiekonjunktur.

Richard Clemens, Geschäftsführer des VDMA Fachverbands Verfahrenstechnische Maschinen und Apparate: „Es war ein schwieriges Jahr.“(Bild:  VDMA)
Richard Clemens, Geschäftsführer des VDMA Fachverbands Verfahrenstechnische Maschinen und Apparate: „Es war ein schwieriges Jahr.“
(Bild: VDMA)

Im Jahr 2024 erzielten Verfahrenstechnik-Anbieter aus Deutschland ein Exportvolumen von rund 7,3 Milliarden Euro und liegen damit nominal 4,4 Prozent hinter dem Vorjahreswert. Besonders die Verkäufe in die EU- Partnerländer und nach China prägen das Endjahres-Minus.

Auch die Importe gingen laut VDMA zurück. Mit minus 5,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr sanken die Einfuhren von Verfahrenstechnik nach Deutschland auf einen Warenwert von 2,8 Milliarden Euro.

„Es war ein schwieriges Jahr. Das wirtschaftliche Umfeld war durch hohe Verunsicherung geprägt. Die Branche spürt zu Teilen bereits das nachlassende Interesse Chinas an Verfahrenstechnik aus Deutschland und leidet unter der schwächelnden Konjunktur der europäischen Chemischen Industrie“, resümiert Richard Clemens, Geschäftsführer des VDMA Fachverbands Verfahrenstechnische Maschinen und Apparate.

Während im Jahr 2023 noch Waren im Wert von 7,7 Milliarden Euro exportiert wurden, konnte 2024 lediglich ein Exportvolumen von 7,3 Milliarden Euro erzielt werden. Insgesamt sieben der zehn wichtigsten Märkte weisen eine negative Veränderungsrate auf. Die Investitionsstimmung innerhalb des europäischen Wirtschaftsraums ist gedämpft. Dies zeigt sich an der schwächelnden Nachfrage der wichtigsten Absatzregion EU27 (minus 8,7 Prozent) – etwa 41 Prozent der Exporterlöse wurden hier erzielt.

Eine starke Performance zeigte der US-amerikanische Markt. Verfahrenstechnische Maschinen und Apparate im Wert von nominal 909 Millionen Euro konnten 2024 in den Top1 Markt geliefert werden (plus 11,9 Prozent). Ein deutliches Minus verzeichnete das Exportgeschäft nach China, das um 19,1 Prozent auf 521 Millionen Euro fiel. Diese Entwicklung zeigt sich deutlich in der Verschiebung der Marktanteile: Während 2023 noch 8,4 Prozent der Export-Umsätze in China erzeugt wurden, waren es 2024 nur noch 7,1 Prozent. Die USA hingegen legten um plus 1,8 Prozent auf 12,4 Prozent zu.

Die Geschäfte von Verfahrenstechnik-Anbietern aus Deutschland im Mittleren, Nahen Osten prosperierten laut VDMA hingegen. Im Jahr 2024 wurde das Exportvolumen um 26,3 Prozent auf 319 Millionen Euro gesteigert. Wichtigster Abnehmer innerhalb der Region sind die Vereinigten Arabischen Emirate und Saudi-Arabien.

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