Ideenmanagement Verbesserungsvorschläge der Mitarbeiter spülen BASF 53 Millionen in Kasse
Erst kürzlich berichteten wir vom erfolgreichen Vorschlagswesen bei Currenta. Chemieriese BASF setzt jetzt noch einen drauf. Sage und schreibe rund 53 Millionen Euro spart das Unternehmen weltweit durch Ideen seiner Mitarbeiter. Ein Highlight: In der Pflanzenschutzproduktion erzielte eine Idee einen Jahresnettonutzen im einstelligen Millionen-Euro-Bereich.
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Ludwigshafen – Das Gute noch besser zu machen – das ist das Erfolgsrezept der BASF und ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Im vergangenen Jahr hat das Unternehmen wie im Jahr 2013 weltweit mehr als 23.000 Verbesserungsvorschläge seiner Mitarbeiter umgesetzt und damit knapp 53 Millionen Euro eingespart. Das waren rund drei Millionen Euro mehr als im Vorjahr.
Den Erfindergeist und die Innovationskraft der Ideengeber hat BASF mit Prämien in Höhe von 3,7 Millionen Euro belohnt. „Co-Creation und Celebration – das ist das Motto des 150. Jubiläums von BASF. Und das, was die Einreicher mit ihren Ideen hier geleistet haben, ist ein hervorragendes Beispiel für Teamarbeit. Wir brauchen Mitarbeiter, die Abläufe hinterfragen, Prozesse verändern, vereinfachen und so gestalten, dass ein Mehrwert entsteht“, sagt Margret Suckale, Vorstandsmitglied der BASF.
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Auch die BASF-Mitarbeiter am Verbundstandort Ludwigshafen entwickelten viele innovative Ideen – rund 6700 Verbesserungsvorschläge wurden 2014 umgesetzt. Dadurch hat das Unternehmen 2014 knapp 33 Millionen Euro eingespart. Diese Leistung der BASF-Mitarbeiter in Ludwigshafen wurde mit einer Prämie von rund 3 Millionen Euro honoriert.
Das Ideenmanagement ist ein fester Bestandteil der Innovationskultur der BASF. Wie einfallsreich die BASF-Mitarbeiter weltweit sind, zeigen die Zahlen: 2014 haben sie insgesamt rund 41.000 neue Verbesserungsvorschläge eingereicht.
Einer der Verbesserungsvorschläge kam von Chemielaborant Dieter Brendel, Prozessmanager-Assistent Holger Schleser und Produktionsmeister Jochen Wagner, die das Produktionsverfahren für das Fungizid Xemium effizienter gestaltet haben. Sie verbesserten den Herstellungsprozess des Wirkstoffes, indem sie ein Verfahren mit einem ausgefeilten Temperaturprogramm zur Kristallisation entwickelten. Damit konnte die gewünschte Modifikation des Fungizids erreicht werden.
Durch den Verbesserungsvorschlag der drei Mitarbeiter aus der Pflanzenschutzproduktion wurde die Produktionsmenge gesteigert. „Wir konnten die Produktqualität sichern und sind somit auf die steigende Nachfrage nach Xemium gut vorbereitet“, erklärt Betriebsleiter Dr. Harald Bernard.
Pflanzenschutzmittel, die Xemium enthalten, sind weltweit in mehr als 100 Kulturen in 50 Ländern in der Zulassung. Durch ihre innovative Idee konnten die drei Mitarbeiter einen Jahresnettonutzen im einstelligen Millionen-Euro-Bereich erzielen.
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