Lebensmittelverpackungen Trend zu Convenience-Food befeuert Verpackungsmarkt

Redakteur: Dominik Stephan

Eingeschweißt, tiefgekühlt, vakuumiert: Convenience-Food liegt im Trend – und so boomen hygienische Verpackungslösungen. Besonders Lebensmittelverpackungen auf Bio-Basis können zweistellig zulegen, zeigt eine aktuelle Studie.

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Convenience-Food liegt derzeit voll im Trend.
Convenience-Food liegt derzeit voll im Trend.
(Bild: Michael Siebert (CC0))

Schutzgas für Fertiggerichte, Hochbarrierefolien für Fisch, Standbodenbeutel für Kaffeepulver: Der Markt für Lebensmittelverpackungen wächst stetig. 2022 könnten in Europa mehr als 38 Tonnen an Verpackungsmaterial (inkl. Sekundär- und Transportverpackungen) benötigt werden, zeigt eine neue Studie des Marktforschungsinstituts Ceresana.

„Der Einsatz von Lebensmittelverpackungen wird von komplexen Trends bestimmt“, erläutert Ceresana-Geschäftsführer Oliver Kutsch. „Ständig entstehen neue, innovative Verpackungstypen und Technologien. Gesetze und Konsumverhalten ändern sich. Gleichzeitig kämpfen die Hersteller darum, noch kostengünstigere Verpackungen anzubieten.“

Verbrauch von Biokunststoffen wächst rasant

Besonders stark steigt der Absatz von Verpackungen aus nachwachsendne Rohstoffen: Für Einweg-Beutel und andere Verpackungen aus Biokunststoffen prognostiziert Ceresana ein Wachstum von mehr als 15 Prozent pro Jahr. Von diesem Trend profitieren auch Produkte aus recycelten Kunststoffen, in geringerem Maße auch Papierverpackungen. Nachhaltigkeit allein reicht allerdings nicht: Glasverpackungen haben zwar ein gutes Image – ihr Verbrauch geht trotzdem zurück. Vielen Konsumenten ist Behälterglas zu schwer, die Bruchgefahr zu groß.

Bequemlichkeit ist Trumpf

Der Convenience-Trend nützt vor allem Herstellern von Verpackungen für gekühlte und gefrorene Lebensmittel sowie für Fertiggerichte. Verluste haben dagegen Konserven zu verzeichnen. Je nach Material und Verpackungstyp gibt es große Unterschiede.

So wird in den kommenden Jahren bei Fertiggerichten der Verbrauch von Verpackungen aus Metall lediglich mit voraussichtlich 0,5 Prozent pro Jahr steigen, während Verpackungen aus Papier und Karton um 3,1 Prozent zulegen. Bei Papier macht sich die steigende Nachfrage nach regalfertigen Verpackungen bemerkbar. Der zunehmende Online-Handel mit Lebensmitteln wird den Verbrauch von Versandverpackungen aus Karton und Wellpappe langfristig noch erhöhen.

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