Automatisierung mit Ethernet APL Startschuss für Ethernet im Feld: Erfolgreiche APL-Tests beginnen neues Automatisierungs-Kapitel

Quelle: Pressemitteilung ABB 2 min Lesedauer

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Mit Ethernet APL will die Prozessindustrie können, was in der diskreten Fertigung schon Standard ist: Endlich Ethernet bis auf die Feldebene herunter bringen und so in neue Sphären der Vernetzung vorstoßen. Ein erster Test unter realistischen Bedingungen stimmt hoffnungsvoll – fällt jetzt der Startschuss für eine revolutionäre Technologie?

Startschuss für Ethernet APL: Nach einem erfolgreichen Test will die BASF das Ethernet auf Feldebene in der Produktion ausrollen.(Bild:  BASF SE)
Startschuss für Ethernet APL: Nach einem erfolgreichen Test will die BASF das Ethernet auf Feldebene in der Produktion ausrollen.
(Bild: BASF SE)

Einer der weltgrößten Chemiestandorte setzt auf Ethernet APL: Die BASF plant, mit dem Einsatz in einer neuen Produktionsanlage ein neues Automatisierungskapitel aufzuschlagen. Doch zuerst steht der Technologie ein echter Härtetest ins Haus, da der Chemieriese auf einen Leistungstest unter realistischen Bedingungen bestand. Realistisch hieß in diesem Fall mit 240 vernetzten Geräten, wie die mit der Durchführung betrauten Automatisierungsexperten ABB erklären.

„Mit diesen Tests sollte die Funktionsfähigkeit und Robustheit eines Profinet-Netzwerks via Ethernet-APL unter realistischen Bedingungen im Anlagenmaßstab nachgewiesen werden”, erklärt Dr. Emanuel Trunzer, Automation Engineer beim Center of Technical Expertise for Automation Technology der BASF. „Dies war gegenüber den vorangegangenen Tests im Labor von entscheidender Bedeutung, um Benutzerakzeptanz und Vertrauen in diese Technologie zu schaffen. Wir Ingenieure von BASF konnten unsere Anforderungen als Anwender bei diesen Tests einbringen, die dann in einem realistischen Aufbau und Maßstab mit fast 240 Geräten plus 10 Field Switches und mehreren Leitsystemen durchgeführt wurden. Es war beeindruckend, zu sehen, dass ein 240 Geräte umfassendes System so robust und zuverlässig funktionieren kann.”

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Was bietet das Ethernet für die Feldebene?

Doch was steckt hinter der Vision vom Ethernet auf der Feldebene? APL steht für Advanced Physical Layer und beschreibt die physikalische Schnittstelle der Ethernet-Kommunikation, die speziell für die Anforderungen der Prozessindustrie entwickelt wurde. Sie unterstützt die schnelle Datenübertragung über große Entfernungen, die Kommunikation und Energieversorgung über die gleiche Leitung sowie den sicheren Betrieb in explosionsgefährdeten Bereichen.

Ethernet-APL bietet ein hohes Maß an Robustheit für einen äußerst zuverlässigen Betrieb. Mit dieser neuen Technologie schließt sich die bisherige Lücke zwischen Ethernet – dem seit langem gängigen Kommunikationsstandard im IT-Bereich – und Industrial Ethernet – der Variante dieses Standards für die Prozessindustrie.

„Bewiesen, dass APL einsatzbereit ist”

Für Gerd Niedermayer, Senior E+I Engineering Manager der BASF, hat sich der Aufwand ausgezahlt: „Wir haben rund fünf Jahre lang mit unseren Industriepartnern daran gearbeitet, diese Technologie voranzutreiben. Mit den erfolgreichen Tests haben wir bewiesen, dass APL einsatzbereit ist”, sagte er. „Wir wollen diese Technologie künftig in unseren neuen Produktionsanlagen in Europa einsetzen.”

Mit Ethernet APL soll endlich Ethernet-Konnektivität auf Feldgeräte-Ebene möglich werden, was neue Möglichkeiten der smarten Automatisierung erschließen würde.(Bild:  ABB)
Mit Ethernet APL soll endlich Ethernet-Konnektivität auf Feldgeräte-Ebene möglich werden, was neue Möglichkeiten der smarten Automatisierung erschließen würde.
(Bild: ABB)

Zu den Vorteilen von Ethernet-APL gehört, dass die Technologie die schnellere, nahtlose Kommunikation zwischen Feldgeräten in einer Prozessanlage ermöglicht und dabei die Eigensicherheit der Systeme unterstützt. Zudem vereinfacht die Lösung das Engineering, die Inbetriebnahme und die Instandhaltung der Feldgeräte, sie verbessert Verfügbarkeit und Leistung und liefert besser nutzbare und aussagekräftigere Daten über die Produktionsprozesse.

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