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Einheitliche Software zur Programmierung
Eine einheitliche Software zur Programmierung aller Steuerungssysteme und Inbetriebnahme eröffnet den Kläranlagen-Mitarbeitern weitere Vorteile. Die neue Prozess-Bibliothek „Insywater-Waterprocesslibrary“ von Phoenix Contact bietet hier eine Vielzahl von Funktionen für die unterschiedlichen Anlagenteile. Der Betreiber kann sich beispielsweise aus den standardisierten Bausteinen ein genau auf seine Anlage zugeschnittenes Projekt zusammenstellen. Dabei wird der Programmierer durch einfach verständliche Hilfe-Funktionen unterstützt.
Tim Jungmann, als Betriebsleiter im Abwasserbetrieb Warendorf tätig, stellt dazu fest: „Getreu dem Prinzip ,Vom Anwender für den Anwender‘ verzichtet die Prozess-Bibliothek so weit wie möglich auf Fachbegriffe aus der Programmierwelt und setzt auf dem Anlagenpersonal vertraute Funktionen und Bezeichnungen. Darüber hinaus werden typische Anlagenfunktionen wie Freigabe-Regelungen für die Bedienphilosophie, Hand-/Auto-Umschaltungen oder Sollwertsteller als Bausteine zur Verfügung gestellt.“
Ein Beispiel für die betriebsorientierte Funktion der Prozess-Bibliothek sind die Messwert-Bausteine. Sie erlauben das Anlegen eines Prozessersatzwertes und damit eine Wartung im laufenden Betrieb, in deren Rahmen Kalibrierungsarbeiten durchgeführt werden.
Außerdem umfasst die Bibliothek eine Vielzahl von Bausteinen mit speziellen Funktionen, die aus der langjährigen Erfahrung der Warendorfer Mitarbeiter in der Abwasserwirtschaft entstanden sind. Tim Jungmann ergänzt: „Der Aufbau und einige Funktionen der Prozess-Bibliothek gleichen der Handhabung der Fernwirk-Bibliothek ReSy+, die wir seit geraumer Zeit zur Kommunikation mit den dezentralen Stationen verwenden. Das ist natürlich vorteilhaft für die Nutzer, die auf vorhandenes Know-how zurückgreifen können. Insgesamt ist die neue Bibliothek intuitiv verständlich, weshalb keine langen Einarbeitungszeiten anfallen und Bedienfehler vermieden werden.“
Durchgängige Unterstützung aller relevanten Übertragungsprotokolle
Das nach internationalen Standards entwickelte Produkt-Portfolio von Phoenix Contact unterstützt alle relevanten Übertragungsprotokolle, sodass die Geräte problemlos mit Komponenten anderer Hersteller kombiniert werden können. Daraus resultiert eine enge Zusammenarbeit mit vielen Anlagenausrüs-tern, deren Prozess-, Mess- und Antriebstechnik in Wasserwerken und Kläranlagen eingesetzt wird. Durch die Verwendung der neuen Prozess-Bibliothek gestaltet sich beispielsweise die Ansteuerung der verbauten Antriebe und Klappen einfacher, da es in den Bausteinen gleiche Funktionen gibt sowie Ein- und Ausgänge einheitlich benannt und auf die Nutzung komplizierter Strukturen verzichtet wurde.
Die neue Prozess-Bibliothek von Phoenix Contact trägt somit zu einer weiteren Verbesserung der Abläufe in der Kläranlage Warendorf bei. Denn die Mitarbeiter können die Steuerungen nun noch einfacher sowie einheitlich programmieren, was Fehler reduziert und die Verständlichkeit des Programm-Codes erhöht. „Die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen den Teams beider Unternehmen wird fortgesetzt“, stellt Tim Jungmann abschließend fest. „Wir werden gemeinsam neue Bausteine und Funktionen konzipieren, um die tägliche Arbeit auf der Kläranlage zu optimieren.“
* Der Autor arbeitet im Industry Management Infrastructure, Geschäftsbereich Industry Solutions, Phoenix Contact Electronics GmbH, Bad Pyrmont.
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