Sprühtrocknung Sprühtrocknung im Chempark Leverkusen

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Tobias Hüser

Ebbecke Spraytechnik will im Chempark Leverkusen ein Zentrum für Sprühtrocknung aufbauen. Zu diesem Zweck hat das Unternehmen eine Anlage von Dystar mit vier Sprühtrockner und fünf Nassmahlmühlen erworben.

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Chempark-Leiter Dr. Ernst Grigat, Axel Ebbecke, Geschäftsführer der Ebbecke Spraytech, und Ebbecke-Betriebsleiter Stefan Hagedorn vor einem Sprühtrockner im Werk des neu gegründeten Unternehmens. (Bild: Currenta)
Chempark-Leiter Dr. Ernst Grigat, Axel Ebbecke, Geschäftsführer der Ebbecke Spraytech, und Ebbecke-Betriebsleiter Stefan Hagedorn vor einem Sprühtrockner im Werk des neu gegründeten Unternehmens. (Bild: Currenta)

Leverkusen – Ebbecke Verfahrenstechik hat die Tochterfirma Ebbecke Spraytechnik gegründet und diese im Chempark Leverkusen angesiedelt. Das Unternehmen übernimmt von Dystar neben der technischen Anlage zur Sprühtrocknung auch elf Mitarbeiter, die bereits in dem Werk gearbeitet haben. Bei der Sprühtrocknung trocknet ein Heißluftstrom Lösungen, Suspensionen oder pastöse Massen in Bruchteilen einer Sekunde zu einem feinen Pulver.

Neben der Sprühtrocknung plant das Unternehmen Dienstleistungen und Anlagen rund um die Schüttgutbehandlung anzubieten. In Zukunft sollen dort verklumpte Rohstoffe aufbereitet werden, damit die Materialien wieder rieselfähig sind und verarbeitet werden können. „Dank des Know-hows der Firma Ebbecke im Schüttgut-Management kann diese Dienstleistung bald nahezu komplett im Chempark angeboten werden. Die Produktion sowie Nachbereitung von Gütern können Chempark-Partner somit noch flexibler, schneller und effizienter erledigen lassen“, fasst Dr. Ernst Grigat, Leiter des Chemieparks, die Vorteile zusammen.

„Die Sprühtrocknung wird zum Beispiel zur pulverförmigen Herstellung von Tensiden und Emulgatoren eingesetzt, die in Textilhilfsmitteln, Waschmitteln oder Kosmetika Einsatz finden“, erläutert Stefan Hagedorn, ehemaliger Dystar- und neuer Ebbecke Spraytech-Betriebsleiter. Es lassen sich aber auch Farbpigmente, Pharmaprodukte, Lebensmittel wie Milchpulver, Kaffee und Getränkepulver herstellen. Die Produkte sollen so besser verarbeitet und getrocknet werden.

Im Chempark Leverkusen werden mehr als 5000 Chemikalien hergestellt. Die Schwerpunkte liegen dabei auf Nitrier- und Chlorierprodukten, Aromaten, Feinchemikalien und der Siliziumchemie. Für die rund 200 Betriebe auf dem 480 Hektar großen Industriegelände sind insgesamt etwa 30 000 Fachkräfte tätig.

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